29 January 2026, 01:13

Die Linke kämpft um Macht in Berlin und gegen die AfD in Ostdeutschland

Ein Plakat mit Text und Bildern von Menschen vor einem Gebäude mit Bäumen und Fahnen, auf dem "Bipartisanen Fortschritt durch Präsident Bidens Einheitsagenda" steht.

Spitzenkandidaten der Linkspartei treten erneut bei der Juni-Konferenz an - Die Linke kämpft um Macht in Berlin und gegen die AfD in Ostdeutschland

Die Linke bereitet sich auf ihren Bundesparteitag in Potsdam im kommenden Juni vor. Die aktuellen Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken werden für eine Wiederwahl kandidieren, nachdem sie ihre Positionen seit Oktober 2024 innehaben. Gleichzeitig will die Partei den Aufstieg der AfD in Ostdeutschland bremsen und bei den anstehenden Wahlen in Berlin die Vorherrschaft erringen.

Schwerdtner und van Aken übernahmen die Führung der Linken Ende 2024. Ihre Amtszeit fiel mit einem deutlichen Mitgliederschub zusammen: Die Zahl der Parteimitglieder stieg von 58.532 Ende 2024 auf 123.126 bis Jahresende 2025 – eine Verdopplung innerhalb eines Jahres.

Auf dem Juni-Parteitag in Potsdam wird entschieden, ob das Duo als Doppelspitze weitermacht. Bisher wurden keine weiteren Bewerber für die Bundesvorsitzenden-Posten öffentlich genannt. In Berlin bleibt Elif Eralp unterdessen Spitzenkandidatin der Linken für die Abgeordnetenhauswahl, doch weitere Namen zur Unterstützung ihres Wahlkampfs stehen noch aus.

Die Strategie der Partei zielt darauf ab, in Berlin den ersten Platz zu sichern und gleichzeitig zu verhindern, dass die AfD in den ostdeutschen Bundesländern an Einfluss gewinnt. Dieser Fokus kommt zu einer Zeit, in der die Linke ihre internen Strukturen vor wichtigen Landeswahlen stärkt.

Der Parteitag im Juni wird die künftige Ausrichtung der Linken prägen. Eine wiedergewählte Führung würde ihren Kurs gegen die AfD fortsetzen und den jüngsten Mitgliederschub nutzen. Die Ergebnisse werden auch Auswirkungen auf den Berliner Wahlkampf und die weiteren politischen Ambitionen der Partei haben.