06 March 2026, 06:33

Digitalisierte Stromnetze in Lüneburg meistern wachsende Energienachfrage durch Echtzeit-Daten

Eine elektrische Umspannstation auf einem Feld, umgeben von Transformatoren, Strommasten, Kabeln, Schildern, einem Zaun.

300 Umspannstellenstandorte Digitalisiert für Pilotprojekt - Digitalisierte Stromnetze in Lüneburg meistern wachsende Energienachfrage durch Echtzeit-Daten

Pilotprojekt in der Region Lüneburg revolutioniert Stromnetze bei steigendem Bedarf

Ein Pilotprojekt im Landkreis Lüneburg verändert grundlegend, wie Stromnetze mit der wachsenden Nachfrage umgehen. Durch die Digitalisierung lokaler Umspannstationen soll das Vorhaben Überlastungen verhindern und gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen. Erste Ergebnisse zeigen eine deutliche Steigerung der Netzeffizienz seit dem Start im Jahr 2022.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Echtzeit-Überwachung und Modernisierung von Verteilstationen. Seit 2022 wurden 300 Umspannwerke digitalisiert – davon 170 neu errichtet und 130 bestehende Anlagen auf den neuesten Stand gebracht. Einige Stationen sind zudem mit Kunstwerken gestaltet, um Vandalismus vorzubeugen und sich harmonisch in das Stadtbild einzufügen.

Ein digitaler Zwilling erfasst den Stromverbrauch und die Nachfrage im gesamten Netz. Dadurch können Netzbetreiber Belastungen präzise berechnen und die Versorgung anpassen, bevor es zu Problemen kommt. Die Technologie ermöglicht es auch, künftige Ausbaumaßnahmen auf Basis tatsächlicher Nutzungsdaten statt auf Schätzungen zu planen.

Der Bedarf ist vor allem durch die zunehmende Anzahl von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen stark angestiegen. Regionale Daten zeigen, dass die Auslastung im Vergleich zu 2020–2021 um 15–20 % gestiegen ist. Spitzenlasten, die früher bei 85 % lagen, überschreiten inzwischen regelmäßig 100 % in Hochlastzeiten.

Dezentrale Energiequellen wie Dachsolaranlagen und Wärmepumpen erschweren zudem die Netzsteuerung. Dank der Echtzeit-Überwachung im Projekt lassen sich die Wechselwirkungen dieser Systeme mit dem Netz besser verstehen. Betreiber können nun schneller auf Schwankungen reagieren und das Angebot effizienter ausbalancieren.

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Das Lüneburger Pilotprojekt hat bereits die Netzkapazität erhöht und das Risiko von Überlastungen verringert. Mit 300 digitalisierten Umspannwerken und einem funktionsfähigen digitalen Zwilling passt sich das System dynamisch an die wachsende Nachfrage an. Der Ansatz könnte als Vorbild für andere Regionen dienen, die vor ähnlichen Herausforderungen durch den Ausbau erneuerbarer Energien stehen.

Quelle