17 February 2026, 07:14

DLRG verzeichnet Rekordzulauf bei jungen Mitgliedern trotz Bäderschließungen

Zwei Kinder in Schwimmwesten sitzen auf einem aufblasbaren Reifen im Wasser, mit einem Seil, das am Reifen befestigt ist, vor einem unscharfen Hintergrund.

Über 200.000 Kinder bei der DLRG: Was lockt die Kleinen an - DLRG verzeichnet Rekordzulauf bei jungen Mitgliedern trotz Bäderschließungen

Deutschlands Rettungsschwimmer-Organisation DLRG verzeichnet Rekordzulauf bei jungen Mitgliedern

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat in diesem Jahr einen historischen Anstieg bei jungen Mitgliedern verzeichnet. Über 200.000 Kinder unter zwölf Jahren traten 2025 bei – das erste Mal, dass die Organisation diese Marke überschritten hat. Der Zuwachs fällt in eine Zeit, in der öffentliche Schwimmbäder bundesweit mit Schließungen und Finanzierungsproblemen kämpfen.

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Die Zahl der unter Zwölfjährigen in der DLRG stieg 2025 um 5.615 an, sodass die Gesamtzahl der jugendlichen Mitglieder nun über 200.000 liegt. Fast die Hälfte aller DLRG-Mitglieder (49 %) ist mittlerweile 18 Jahre oder jünger. Als Grund für den Anstieg nennen Verantwortliche die hohe Nachfrage nach Schwimmkursen, die durch die schrumpfende Verfügbarkeit von Bädern angetrieben wird.

Trotz Jugendboom steigt das Durchschnittsalter Obwohl die Organisation immer mehr junge Mitglieder gewinnt, ist das Durchschnittsalter der DLRG-Mitglieder in den letzten zehn Jahren leicht angestiegen. Lag es 2015 noch bei 27,3 Jahren, beträgt es 2025 nun 27,9 Jahre – ein Anstieg von etwa 32 Wochen. Besonders stark gewachsen sind die Altersgruppen der 30- bis 49-Jährigen sowie der über 60-Jährigen.

Schwimmbäder in der Krise – Staat reagiert mit Fördergeldern Unterdessen verschärft sich die Lage der öffentlichen Bäder in Deutschland. Regionalberichte, etwa aus Bad Kissingen, zeigen, dass jährlich rund 80 Schwimmbäder aufgrund von Bauschäden oder mangelnder Instandhaltung schließen müssen. Zwar gibt es keine genauen Zahlen für 2023, doch die Schließungen halten bis 2026 an. Als Reaktion hat die Bundesregierung in diesem Jahr 250 Millionen Euro für Sanierungen bereitgestellt.

Die DLRG setzt sich zudem für grundlegende Veränderungen ein. Aktuell laufen Gespräche mit dem Bundeskanzleramt über das Pilotprojekt "Deutschland lernt schwimmen", das bis 2029 eine Förderung von 20 Millionen Euro erhalten soll.

DLRG wird zur zentralen Säule der Schwimmausbildung Der starke Zulauf bei Kindern unterstreicht die wachsende Bedeutung der DLRG in der Schwimmausbildung. Angesichts anhaltender Bäderschließungen und der bereitgestellten Sanierungsgelder bleiben die Bemühungen der Organisation, den Zugang zu Schwimmkursen auszuweiten, von entscheidender Bedeutung. Das geplante Projekt "Deutschland lernt schwimmen" könnte dazu beitragen, landesweite Lücken in der Schwimmsicherheit zu schließen.