Domen Prevc triumphiert in Willingen trotz Handicap mit atemberaubenden Sprüngen
Oliver LinkeDomen Prevc triumphiert in Willingen trotz Handicap mit atemberaubenden Sprüngen
Domen Prevc dominiert Skispringen in Willingen mit souveränem Sieg
Der Slowene Domen Prevc hat das Skispringen in Willingen mit einer überragenden Leistung für sich entschieden. Der Athlet setzte sich mit großem Vorsprung durch und ließ die Konkurrenz weit hinter sich. Besonders bemerkenswert: Prevc startete von einer tieferen Anlaufposition als alle anderen Teilnehmer – und triumphierte trotzdem.
Der Slowene ging mit einem Handicap ins Rennen, da er als einziger Springer von einer niedrigeren Schanze abheben musste. Doch bereits nach dem ersten Durchgang führte er das Feld an. Sein stärkster Verfolger, der Japaner Ren Nikaido, lag mit 22 Punkten Rückstand auf Platz zwei, während der Deutsche Karl Geiger mit 26,4 Punkten Abstand Dritter wurde.
Im zweiten Durchgang baute Prevc seinen Vorsprung weiter aus. Mit Sprüngen, die mindestens acht Meter weiter reichten als die seiner Konkurrenten, machte er den Sieg unangreifbar. Einziger Schweizer im Finale war Simon Ammann, der am Ende den 26. Platz belegte. Sein Landsmann Gregor Deschwanden verpasste dagegen die Qualifikation und landete nach der ersten Runde auf Rang 31.
Prevc' Erfolg reiht sich in seine beeindruckende Bilanz ein: Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking holte er mit dem slowenischen Team – darunter sein Bruder Cene Prevc, Lovro Kos und Timi Zajc – Silber im Mixed-Team-Wettbewerb, nur geschlagen von Österreich.
Der Sieg in Willingen unterstreicht einmal mehr Prevc' Klasse und Beständigkeit. Dass er selbst aus einer ungünstigen Ausgangsposition heraus dominiert, zeigt sein außergewöhnliches Können. Mit diesem Selbstvertrauen blickt der Slowene nun auf die kommenden Wettbewerbe.