Dortmunds Frust nach umstrittenem Leipzig-Remis: Warum der VAR nicht eingriff
Dörthe ScheuermannKovac kritisiert VAR nach BVB-Unentschieden: "Falsche Entscheidung" - Dortmunds Frust nach umstrittenem Leipzig-Remis: Warum der VAR nicht eingriff
Borussia Dortmund verließ enttäuscht den Platz nach einem umstrittenen 2:2 gegen RB Leipzig. Die Mannschaft fühlte sich um einen Sieg betrogen, nachdem ein spätes Elfmeter-Pfiff in einer entscheidenden Szene ausblieb. Sowohl Trainer Niko Kovač als auch Sportdirektor Sebastian Kehl übten scharfe Kritik an den Unparteiischen, die in diesem Schlüsselmoment nicht eingriffen.
Borussia Dortmund hatte das Spiel zunächst klar dominiert. Christoph Baumgartner traf doppelt (20., 39.), und ein Eigentor von Leipzigs Rômulo (50.) brachte die Borussen mit 3:0 in Führung. Doch die Gäste kämpften sich zurück – die Partie nahm eine Wendung durch eine umstrittene Szene in der 89. Minute.
Karim Adeyemi grätschte gegen Castello Lukeba, beide Spieler gingen zu Boden. Schiedsrichter Benjamin Brand ließ weiterspielen und wertete Adeyemis Aktion nicht als Foul. Trotz Protesten der Borussia Dortmund Bank prüfte der Videobeweis die Entscheidung nicht noch einmal.
Nach dem Spiel suchte Kehl das direkte Gespräch mit Brand und argumentierte, Adeyemis Bewegung sei typisch für einen Stürmer, der den Ball erobern wolle – er habe erwartet, dass der VAR eingreift. Kovač ging noch weiter und bezeichnete den Zweikampf als "Sensengrätsche", ein klares Foul. Den Schiedsrichter selbst machte er nicht verantwortlich, doch er hinterfragte, warum der Videobeweis nicht korrigierend eingriff.
In der Nachspielzeit traf Fábio Silva dann zum dramatischen 2:2-Ausgleich (90.+5) – doch das späte Tor milderte Borussia Dortmunds Frust über die vorherige Entscheidung kaum.
Das Ergebnis lässt die Borussia Dortmund ohne einen Sieg zurück, den sie für verdient hielten. Bisher gab es seitens des DFB oder der Schiedsrichterkommission keine Stellungnahme zu dem Vorfall. Durch das Remis bleiben beide Teams in der Tabelle punktgleich.






