Dramatischer Sieg für Team Biotherm bei The Ocean Race Europe
Dörthe ScheuermannDramatischer Sieg für Team Biotherm bei The Ocean Race Europe
Die erste Etappe von The Ocean Race Europe ist mit einem knappen Sieg des TeamsBiotherm zu Ende gegangen. Nach einem hart umkämpften Rennen von Kiel nach Portsmouth überquerten Paul Meilhat und seine Crew nach fast vier Tagen intensiven Segelns unter leichten Winden und starken Gezeiten die Ziellinie. Unterdessen werden die beiden beschädigten Yachten Holcim-PRB und Allagrande Mapei noch repariert, während ihre Teams sich auf eine verspätete Abfahrt vorbereiten.
Der Start des Rennens war von Dramatik geprägt: Holcim-PRB und Allagrande Mapei kollidierten beim Start in Kiel. Beide Teams reichten Proteste gegen den jeweils anderen ein; eine Jury in Cartagena wird über die Schuld am Vorfall entscheiden. Trotz des Rückschlags arbeiteten die Reparaturteams unter Hochdruck, um die Boote rechtzeitig für die nächste Etappe wieder einsatzbereit zu machen.
Die letzte Phase durch die Straße von Dover und den Ärmelkanal gestaltete sich besonders anspruchsvoll. Leichte Winde, enge Kurse und kräftige Gezeiten zwangen die Crews zu ständigen Anpassungen. Meilhat beschrieb die letzte Nacht später als ein unerbittliches "Ping-Pong" in den engen Gewässern, bei dem die Teams schweres Gerät umlagerten und nur kurze Nickerchen einlegen konnten.
Biotherm sicherte sich den ersten Platz mit einer Zeit von 3 Tagen, 19 Stunden, 58 Minuten und 30 Sekunden. Boris Herrmanns Malizia folgte knapp zwei Stunden später, während Yoann Richommes Paprec Arkéa mit nur sieben Minuten Rückstand Dritter wurde. Die Organisatoren hatten die Strecke um 60 Seemeilen verlängert und zwei Runden um die Isle of Wight eingefügt, um eine nächtliche Ankunft zu vermeiden.
Mit Biotherm an der Spitze der Gesamtwertung rückt nun die nächste Etappe in den Fokus. Die noch ausstehende Jury-Entscheidung über die Kollision zwischen Holcim-PRB und Allagrande Mapei wird über mögliche Strafen entscheiden, bevor die Flotte weitersegelt. Beide beschädigten Yachten sollen voraussichtlich am Donnerstagabend, sobald die Reparaturen abgeschlossen sind, in Richtung Portsmouth aufbrechen.






