16 February 2026, 11:16

Düsseldorfer Rosenmontagszug 2025: Polit-Satire trifft ins Schwarze

Ein Papier mit der Überschrift "Carnivals Parisiens par Louis Morin" in fetter Schrift, das farbenfrohe, detailreiche Entwürfe von Menschen in bunten Faschingskostümen und Masken zeigt.

Fasching in Düsseldorf: Satire trifft Putin, Trump und Merz - Düsseldorfer Rosenmontagszug 2025: Polit-Satire trifft ins Schwarze

Düsseldorfer Rosenmontagszug sorgt mit scharfer politischer Satire erneut für Gesprächsstoff

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug hat einmal mehr mit seinen mutigen politischen Motivwagen für Aufsehen gesorgt. Die diesjährige Veranstaltung setzte auf beißenden Spott, der sich gegen weltweite Führungspersönlichkeiten, gesellschaftliche Missstände und andauernde Konflikte richtete. Zu den meistdiskutierten Darstellungen zählten Abbildungen von Donald Trump, Wladimir Putin sowie eine düstere Vision der Zukunft Afghanistans.

Ein Wagen zeigte den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, wie er eine Figur mit der Aufschrift "Liebe und Menschlichkeit" ins Gesicht schlägt. An seinem Arm prangte das Logo der Einwanderungsbehörde ICE – eine klare Anspielung auf die umstrittene Migrationspolitik. Ein weiterer provokanter Beitrag stellte den verstorbenen Jeffrey Epstein als dämonische Wiederauferstehung dar, komplett mit Hörnern und Flügeln.

Gleich drei verschiedene Motive nahmen den russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Visier. Auf einem Wagen erschien er als Pilot einer blauen Drohne, die mit dem Logo der AfD versehen war. Ein anderer Beitrag verurteilte die russischen Angriffe auf die ukrainische Heizungsinfrastruktur und lenkte den Blick auf die humanitären Folgen des Krieges.

Die Zukunft Afghanistans wurde in düsteren Farben gezeichnet: Ein Wagen zeigte "Miss Afghanistan 2026" vollständig verschleiert und in Ketten. Hoffnungvoller stimmte dagegen eine Darstellung, die das "Mullah-Regime" im Iran als schmelzend zerfließen ließ.

Auch gesellschaftliche Themen standen im Mittelpunkt. Ein Wagen mit dem Titel "Kindheit heute" zeigte zwei unglückliche Kinder, die wie gebannt auf ihre Smartphones starrten – eine klare Kritik an der Handysucht. Der Designer des Zuges, Jacques Tilly, steht wegen früherer Satiren weiterhin unter rechtlichem Druck in Russland, doch bisher gab es aus Moskau keine Reaktionen auf die diesjährigen Motive.

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug ist berüchtigt für seine schonungslose Kommentierung des Zeitgeschehens, und seine Wagen gehen regelmäßig weltweit viral. Trotz anhaltender juristischer Herausforderungen sorgt Tillys Werk weiterhin für Debatten und Diskussionen.

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Fazit: Politische und gesellschaftliche Kritik ohne Kompromisse Der Rosenmontagszug 2026 hinterließ mit seiner unerbittlichen politischen und sozialen Kritik einen starken Eindruck. Von globalen Konflikten bis hin zur digitalen Abhängigkeit spiegelten die Motivwagen aktuelle Ängste und Kontroversen wider. Wie in den Vorjahren festigte die Veranstaltung damit ihren Ruf als furchtlose Plattform der Satire.