30 March 2026, 20:36

Ehegattensplitting: Wer die 25 Milliarden Steuervorteile wirklich kassiert

Offenes Buch mit handschriftlicher genealogischer Familiengeschichte, die die Abstammung einer deutschen Familie zeigt.

Ehegattensplitting: Wer die 25 Milliarden Steuervorteile wirklich kassiert

Deutschlands Ehegattensplitting bringt jährlich rund 25 Milliarden Euro Steuervorteile – doch wer profitiert am stärksten von diesem System? Eine neue Studie des Kölner Instituts für Wirtschaftsforschung (IW), veröffentlicht im Handelsblatt, zeigt, wie sich diese Entlastungen auf verschiedene Haushalte verteilen.

Den größten Anteil der Steuersparnisse – 63 Prozent – erhalten Haushalte, in denen beide Partner ein Einkommen beziehen. Diese Familien profitieren am meisten vom Splitting-Modell, das ihre gemeinsame Steuerlast verringert. Weitere 37 Prozent der Ersparnisse fließen an Einverdiener-Haushalte, in denen nur ein Partner berufstätig ist.

Eltern mit Kindern unter 25 Jahren – also jenen, für die noch Steuervergünstigungen gelten – erhalten fast zwei Drittel der gesamten Entlastungen. Innerhalb dieser Gruppe kommen 90 Prozent der Vorteile verheirateten Paaren mit Kindern zugute. Der Rest der Steuerersparnis entfällt auf Eltern, deren Kinder bereits erwachsen sind und keine Ansprüchen mehr auf Vergünstigungen haben.

Kinderlose Ehepaare hingegen erhalten nur 9 Prozent der gesamten Steuervorteile. Die IW-Studie betont zudem, dass eine Reform des Systems vor allem Einverdiener-Familien besonders treffen würde. Aktuell gibt es in Deutschland rund 11,3 Millionen Doppelverdiener-Haushalte, von denen viele auf den Splitting-Vorteil angewiesen sind.

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Die Ergebnisse zeigen: Familien mit Kindern – insbesondere mit steuerlich berücksichtigungsfähigem Nachwuchs – profitieren am stärksten vom Ehegattensplitting. Mit jährlich 25 Milliarden Euro an Steuerersparnissen begünstigt die Regelung vor allem verheiratete Paare, besonders solche mit jüngeren Kindern. Änderungen am System würden die finanziellen Auswirkungen voraussichtlich am stärksten bei Haushalten mit nur einem Verdienstenden spürbar machen.

Quelle