Energieberatung in MV boomt: 3.565 Haushalte suchen 2025 Rat gegen hohe Kosten
Siegrid RöhrichtHoches Interesse an Energieberatung - Energieberatung in MV boomt: 3.565 Haushalte suchen 2025 Rat gegen hohe Kosten
Energieberatungsnachfrage in Mecklenburg-Vorpommern steigt stark an
In Mecklenburg-Vorpommern ist die Nachfrage nach Energieberatung in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Allein im vergangenen Jahr führte die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern 3.565 Beratungsgespräche durch – über 1.000 mehr als noch 2021. Steigende Kosten und neue Förderprogramme für Energieeffizienz bewegen immer mehr Haushalte dazu, sich zu Themen wie Heizung, Verträgen und erneuerbaren Energien fachkundig beraten zu lassen.
Im Jahr 2025 verzeichnete die Verbraucherzentrale einen deutlichen Anstieg an energierelevanten Anfragen. Insgesamt wurden 3.565 Beratungen durchgeführt, deutlich mehr als in den Vorjahren. Dieser Zuwachs spiegelt die wachsenden Sorgen über die Energiepreise sowie staatliche Programme wider, die Effizienzmodernisierungen fördern.
Rechtliche Fragen zu Strom- und Gasverträgen machten dabei 505 der Beratungen aus. Im Schnitt bearbeitete die Verbraucherzentrale täglich 14 solche Fälle an Werktagen. Besonders häufig suchten einkommensschwache Haushalte Unterstützung.
Die Themen reichten von Heizkostenabrechnungen über moderne Heizsysteme bis hin zu Möglichkeiten der Nutzung erneuerbarer Energien. Die sechs Hauptstandorte der Verbraucherzentrale und 23 Energieberatungsstellen im Land wurden im vergangenen Jahr mit 927.000 Euro aus öffentlichen Mitteln gefördert. Wie die Geschäftsführerin Wiebke Cornelius betonte, zählen Wohnen und Energieberatung weiterhin zu den meistnachgefragten Dienstleistungen.
Obwohl keine genauen Wachstumsraten öffentlich bekannt sind, passt der Anstieg der Beratungen zu den allgemeinen Trends bei den Energiepreisen und politischen Wechseln. Die Verbraucherzentrale arbeitet weiterhin mit starker Unterstützung von Bund und Land.
Die Zahlen für 2025 unterstreichen den anhaltenden Druck auf Haushalte, die mit steigenden Energiekosten zu kämpfen haben. Mit gesicherten Mitteln und einer gut ausgebauten Infrastruktur bleibt die Beratungsstelle eine zentrale Anlaufstelle für Verbraucher, die sich in Fragen zu Verträgen, Heizungssanierungen oder erneuerbaren Energien orientieren müssen. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen im Energiesektor zeigt sich kein Ende des Beratungsbedarfs.