Ex-Trainer Weinzierl zerpflückt FC Augsburgs "unverständliche" Personalpolitik
Siegrid RöhrichtWeinzierl kritisiert Augsburg wegen der Behandlung von Trainern - Ex-Trainer Weinzierl zerpflückt FC Augsburgs "unverständliche" Personalpolitik
Markus Weinzierl, ehemaliger Trainer des FC Augsburg, hat die jüngsten Personalentscheidungen des Vereins scharf kritisiert. Die Entlassung von Jess Thorup bezeichnete er als sowohl sportlich als auch menschlich schwer vermittelbar. Weinzierls Äußerungen fallen in eine Phase der Unruhe beim Bundesliga-Klub.
Weinzierl hatte den FCA erstmals zwischen 2012 und 2016 trainiert und den Verein zu seinem größten Erfolg geführt: der Qualifikation für die Europa League 2015/16. Unter seiner Leitung traf Augsburg im Sechzehntelfinale auf den FC Liverpool, schied jedoch nach zwei Spielen aus. Von 2021 bis 2022 kehrte er für eine zweite Amtszeit zurück.
Anschließend verpflichtete der Verein Sandro Wagner mit großen Erwartungen und ambitionierten Ankündigungen. Doch bereits im November wurde Wagner entlassen – Medienberichten zufolge mit einer Abfindung von rund drei Millionen Euro. Thorup übernahm das Amt und führte die Mannschaft schließlich auf Platz 12 der Tabelle.
Nun meldet sich Weinzierl mit deutlicher Kritik an der Trainerpolitik des Vereins zu Wort. Er moniert, dass Thorups Abgang weder sportlich noch in der Art der Umsetzung nachvollziehbar sei.
Weinzierls Vorwürfe unterstreichen die anhaltende Instabilität in der Führungsetage des FC Augsburg. Der Klub hat in den vergangenen Jahren häufig den Cheftrainer gewechselt – mit durchwachsenen Ergebnissen. Thorups Abschied markiert einen weiteren Richtungswechsel für den angeschlagenen Verein.






