31 March 2026, 12:51

EZB plant dreistufige Strategie gegen anhaltende Inflation und Energiekrise

Plakat mit der Aufschrift "Unter dem Inflationsreduktionsgesetz von Präsident Biden" mit schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, unterteilt in zwei Abschnitte: oben die Auswirkungen des Gesetzes und unten die visualisierte Darstellung in Blau und Grün.

EZB plant dreistufige Strategie gegen anhaltende Inflation und Energiekrise

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einen klaren Plan vorgelegt, um die steigende Inflation und die wirtschaftliche Unsicherheit zu bekämpfen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte eine dreistufige Strategie als Reaktion auf den anhaltenden Iran-Konflikt und die stark gestiegenen Energiepreise vor. Unterdessen warnt der Internationale Währungsfonds (IWF) vor weiter steigenden Preisen und einer schwächeren Wachstumsprognose.

Der erste Schritt Lagardes besteht darin, kurzfristige Preisschübe bei Energie zu ignorieren, sofern diese nur vorübergehend sind. Doch die eigenen Prognosen der EZB zeichnen ein düsteres Bild: Die aktuellen Ölpreise – rund 116 US-Dollar pro Barrel (Stand Ende März 2026) – entsprechen dem worst-case-Szenario der Bank. Dieses Szenario sagt eine länger anhaltende hohe Inflation voraus, sowohl bei der Gesamt- als auch bei der Kerninflation, und zwar für mehr als zwei Jahre.

Der zweite Teil der Strategie sieht vor, die Geldpolitik anzupassen, falls die Inflation das EZB-Ziel übersteigt, dies aber voraussichtlich nicht von Dauer ist. Bei einer großen und anhaltenden Abweichung würde im dritten Schritt eine entschlossene Reaktion folgen. Der EZB-Rat wird diese Risiken bei jeder Sitzung bewerten, bevor über das weitere Vorgehen entschieden wird.

Die negative Einschätzung der EZB umfasst auch eine wirtschaftliche Stagnation für den Rest des Jahres 2026 mit nur langsamer Erholung danach. Ein stärkerer Energieschock könnte sogar eine leichte Rezession auslösen. Diese Belastungen folgen auf die Angriffe der Huthi-Rebellen auf die Schifffahrt im Roten Meer Ende 2023, durch die der Verkehr durch den Suezkanal dauerhaft um die Hälfte zurückging.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die bevorstehenden globalen Prognosen des IWF spiegeln die Sorgen der EZB wider und verweisen auf höhere Kosten und ein schwächeres Wachstum. Da die Ölpreise deutlich über den früheren Vorhersagen liegen, erscheint das pessimistische Szenario der EZB nun wahrscheinlicher. Die nächsten Schritte der Bank hängen davon ab, wie lange die Inflation erhöht bleibt und ob sich die Energiekrise weiter verschärft.

Quelle