07 February 2026, 23:21

FC Augsburgs Trainer Baum attackiert VAR nach umstrittenem Mainz-Elfmeter

Ein Schiedsrichter spricht mit einem Füßballspieler auf dem Feld, umgeben von einer Gruppe von Menschen, mit einer Tafel, Stühlen und einer Treppe im Hintergrund.

FC Augsburgs Trainer Baum attackiert VAR nach umstrittenem Mainz-Elfmeter

FC-Augsburg-Trainer Manuel Baum kritisiert VAR-System nach 0:2-Niederlage gegen Mainz 05

Nach der 0:2-Niederlage seines Teams gegen den 1. FSV Mainz 05 hat FC-Augsburg-Trainer Manuel Baum das Videobeweis-System scharf angegriffen. Die Pleite befeuerte erneut die Frustration über umstrittene Schiedsrichterentscheidungen – sowohl Baum als auch Spieler Elvis Rexhbeçaj stellten die Zuverlässigkeit der Technologie infrage. Ihre Kritik reiht sich ein in die anhaltende Debatte über den Nutzen des VAR in der Bundesliga.

Baum bestritt, dass der für Mainz gegebene Elfmeter korrekt war, und betonte, es habe keinen klaren Kontakt zwischen Rexhbeçaj und Mainz-Verteidiger Stefan Bell gegeben. Zudem forderte er, der Schiedsrichter hätte die Szene persönlich am Spielfeldrand-Monitor prüfen müssen, statt sich allein auf den Videobeweis zu verlassen.

Rexhbeçaj unterstützte die Kritik seines Trainers und erklärte, es habe "kaum Berührung" bei dem Zweikampf gegeben. Der Mittelfeldspieler ging noch einen Schritt weiter: Er forderte die vollständige Abschaffung des VAR und plädierte für eine Rückkehr zum traditionellen Schiedsrichterwesen ohne Video-Unterstützung.

Die Kontroverse ist nur ein weiteres Kapitel in der seit der VAR-Einführung in der Bundesliga-Saison 2017/18 anhaltenden Diskussion. Zwar lag die Entscheidungsgenauigkeit in einer jüngeren Spielzeit bei 93 Prozent, doch Umfragen zeigen, dass 53 Prozent der Trainer und Mannschaftskapitäne keine Verbesserung bei der Reduzierung von Streitfällen sehen. Zudem sorgen überlange Prüfzeiten – oft mehr als vier Minuten – für weiteren Unmut, obwohl die halbautomatische Abseitserkennung die Dauer von Abseits-Checks um 32 Prozent verkürzt hat.

Baum ergänzte, der FC Augsburg habe in der Vergangenheit wiederholt unter nachteiligen VAR-Entscheidungen gelitten, was die Unzufriedenheit seines Teams mit dem System weiter vertiefe.

Der aktuelle Streit unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Videobeweises auf Fairness und Spielfluss. Trotz technischer Fortschritte sorgen Verzögerungen und wahrgenommene Fehler weiterhin für Kritik von Spielern und Trainern. Die Zukunft des VAR im Fußball bleibt damit weiter umstritten.