FDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab – und fordert Kultur- und Sportzentrum
Oliver LinkeFDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab – und fordert Kultur- und Sportzentrum
Die Bremer FDP hat sich gegen Pläne zur Bebauung der ehemaligen Galopprennbahn in der Stadt ausgesprochen. Das 30 Hektar große Gelände im Osten Bremens liegt seit Jahren brach – seit ein Bürgerentscheid 2019 den Bau von Wohnungen dort gestoppt hat. Nun fordert die Partei, das Areal stattdessen zu einem Zentrum für Sport, Kultur und Freizeit umzugestalten.
Die Kritik der FDP kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Senat neue Entwicklungsvorschläge für das Gelände prüft. Ole Humpich, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, bezeichnete die Pläne als widersprüchlich zu den Zielen der Stadt in Sachen Klimaanpassung und Hitzevorsorge. Er wies die Begründung zurück, die Vernachlässigung des Geländes rechtfertige eine Bebauung, und nannte das Argument "schwach".
Die Partei wirft dem Senat vor, den Willen der Bürger zu ignorieren, der sich im Bürgerentscheid von 2019 deutlich gezeigt habe. Stattdessen schlägt die FDP vor, das Gelände in einen gut organisierten Erholungsraum zu verwandeln. Ihr Konzept sieht verbesserte Infrastruktur, Partnerschaften mit der Privatwirtschaft und eine professionelle Verwaltung vor, um einen lebendigen Begegnungsort für die Stadtgesellschaft zu schaffen.
Humpich betonte, dass das Gelände eine große Chance für den Osten Bremens biete. Statt Wohnraum zu schaffen, solle die Stadt einen zukunftsweisenden Plan verfolgen, der Sport, Kultur und Freizeitaktivitäten an einem Ort vereine.
Mit ihrer Haltung hält die FDP die Zukunft der ehemaligen Rennbahn weiter in der Schwebe. Ihr Vorschlag lenkt die Debatte weg von einer Wohnbebauung hin zu einem vielseitig nutzbaren öffentlichen Raum. Nun steht die Frage im Raum, ob der Senat sich der Vision der Partei anschließt oder an seinen eigenen Plänen festhält.






