FDP-Satire "DonQuiSchoche" seziert Kemptens Politik mit scharfem Humor und klaren Seitenhieben
Oliver LinkeFDP-Satire "DonQuiSchoche" seziert Kemptens Politik mit scharfem Humor und klaren Seitenhieben
FDP-Satire zeigt Kemptens Politik auf die Schippe – mit scharfem Witz und klarer Botschaft
Eine aktuelle satirische Show der Freien Demokratischen Partei (FDP) nahm die politische Szene Kemptens auf die Schippe. Unter dem Titel "DonQuiSchoche" persiflierte die Aufführung mögliche Nachfolger von Oberbürgermeisterin Indra Baier-Müller – während sie gleichzeitig deren Kandidatur für eine dritte Amtszeit unterstützte. Die Sketche ließen niemanden aus und verbanden humorvolle Übertreibungen mit beißender politischer Kritik.
Den Auftakt machte Katharina Schrader, die als tollpatschige "Frau Holle" dargestellt wurde und über die Stadt Papierherzen verstreute. In einer anderen Szene scherzte der Arzt Spitzer, er verzichte in seiner Praxis auf Untersuchungen bei Durchfallpatienten. Später brüstete er sich mit den Worten "Ich zahle keinen Cent fürs Parken – in Kempten kennt mich jeder", was beim Publikum für Lacher sorgte.
Deutlich härter traf es die eigenen OB-Kandidaten der FDP. Dominik Tartler wurde als zu jung und unerfahren für das Amt abgetan. Franz-Josef Natterer-Babych gab einen eitel-narzisstischen Selbstdarsteller ab, der sich ständig im Spiegel bewunderte. Ob Figuren wie "Rechenstab" Eigstler oder "Hai" Wilhelm Baier-Müller tatsächlich ersetzen könnten, blieb in den Sketchen offen – und wurde mit skeptischem Unterton hinterfragt.
Höhepunkt war der Auftritt der "Hexe Mechthilde", die warnte, ein Bürgermeisteramt sei "kein Souvenir" – eine Spitze gegen alle, die das Amt als Prestigeobjekt betrachten. Die Titelfigur "DonQuiSchoche" inszenierte sich als einsamer Kämpfer gegen die CSU-Vorherrschaft und unterstrich damit die FDP-Position.
Die Show unterhielt das Publikum, doch ob sie die öffentliche Meinung beeinflusst, bleibt unklar. Bisher gibt es keine Hinweise, dass die Satire die Debatten vor der Wahl 2020 spürbar verändert hätte. Vorerst bleibt "DonQuiSchoche" eine unterhaltsame, aber treffsichere Abrechnung mit der Kommunalpolitik.






