Fehmarnbelttunnel: Eröffnung verzögert sich bis 2029 – und die Kosten explodieren
Siegrid RöhrichtFehmarnbelttunnel: Eröffnung verzögert sich bis 2029 – und die Kosten explodieren
Die Festlandquerung über den Fehmarnbelt bleibt eine entscheidende Verkehrsverbindung zwischen Dänemark und Deutschland. Nach ihrer Fertigstellung wird der 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel die Reisezeit zwischen Kopenhagen und Hamburg um zwei Stunden verkürzen.
Auf beiden Seiten der Grenze gab es jedoch Verzögerungen beim Bau. Die Eröffnung des Straßenteils wird nun für 2029 erwartet – zwei Jahre später als ursprünglich geplant. Zudem müssen noch 88 Tunnelsegmente eingebaut werden, bevor das Projekt abgeschlossen ist.
Auf deutscher Seite sind die Kosten für den Fehmarnbelttunnel stark gestiegen. Die ursprüngliche Schätzung der Deutschen Bahn in Höhe von 714 Millionen Euro wurde bei Weitem überschritten. Ein überarbeiteter Zeitplan und konkrete Pläne sollen im Herbst vorgestellt werden.
Die Schienenanbindung wird erst erfolgen, sobald Deutschland seine Infrastruktur fertiggestellt hat. Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass die deutschen Bahnverbindungen frühestens nach 2029 betriebsbereit sein werden. Das Projektunternehmen Sund & Bælt bestätigte, dass die Fertigstellung der Schienenverbindung vom deutschen Baufortschritt abhängt.
Die Vollendung der gesamten Querung wird schnellere Verbindungen in ganz Europa ermöglichen. Dennoch bleiben weitere Verzögerungen und Kostensteigerungen möglich.
