10 May 2026, 12:28

Felix Banaszak fordert Männer auf, Rollenbilder zu hinterfragen – und erntet Kritik

Plakat mit der Aufschrift "Toiletten sind geschlechtsneutral" betont die Geschlechtergerechtigkeit in den Toiletteneinrichtungen.

Felix Banaszak fordert Männer auf, Rollenbilder zu hinterfragen – und erntet Kritik

Felix Banaszak, Co-Vorsitzender der deutschen Grünen, setzt sich dafür ein, dass Männer traditionelle Rollenbilder hinterfragen. Sein Engagement kommt zu einer Zeit, in der sich junge männliche Wähler zunehmend der extremen Rechten zuwenden. Selbst die Farbe seines Büros – Pink – löste kürzlich Kritik aus.

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Zunächst versuchte Banaszak in einem Playboy-Interview, junge Männer zum Umdenken zu bewegen und sie aufzufordern, ihre Privilegien zu hinterfragen. Doch nach den Vorwürfen der Schauspielerin Collien Fernandes gegen Christian Ulmen wegen sexueller Übergriffe änderte er seinen Ton. Er gab zu, zuvor zu zurückhaltend gewesen zu sein, und vertritt nun eine klarere Haltung zur Verantwortung von Männern.

Der Grünen-Politiker besuchte Vaterwelten in Krefeld, eine Initiative, die Geburtsvorbereitungskurse für Väter anbietet. Er fordert bessere Förderung für solche Projekte. Gleichzeitig betont er, dass starre Geschlechterrollen nicht nur Frauen, sondern auch Männer einschränken – und dass Männer Feminismus unterstützen sollten.

Seine Entscheidung, das Büro in Pink zu streichen, zog Spott von einem Welt-Kolumnisten auf sich, der dies als „unnatürlich“ bezeichnete. Dabei zeigt ein Blick zurück: Vor zwei Jahrzehnten trug Torhüter Tim Wiese noch ohne größere Diskussionen über seine Männlichkeit pinkfarbene Kleidung auf dem Platz.

Die politische Spaltung ist deutlich: Bei der letzten Bundestagswahl wählten junge Männer mehrheitlich die rechtsextreme AfD, während junge Frauen eher linksliberale Parteien bevorzugten. Vor der Europawahl 2024 forderte AfD-Politiker Maximilian Krah in einem Wahlkampfspot „echte Männer“ auf, „nach rechts zu gehen“.

Nun wirbt Banaszak innerhalb der Grünen für „Räume, in denen Männer über Geschlechterfragen diskutieren können“. Sein Ziel ist es, rechtsextremen Narrativen mit offenem Dialog zu begegnen. Sein Einsatz für die Förderung von Männergruppen und Diskussionsforen spiegelt einen größeren Wandel in der Geschlechterdebatte wider. Die Kritik an seinem pinkfarbenen Büro zeigt zugleich, wie tief verankert Klischees noch immer sind.

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