10 June 2026, 06:44

Feuerzeug-Attacke auf Bochum-Torwart: Bewährung und Stadionverbot nach gefährlicher Körperverletzung

Leichtere Wurfattacke auf Torwart - Bewährung für Union-Fan

Feuerzeug-Attacke auf Bochum-Torwart: Bewährung und Stadionverbot nach gefährlicher Körperverletzung

Ein 28-jähriger Mann ist wegen eines Angriffs mit einem Feuerzeug auf einen Torwart während eines Bundesliga-Spiels verurteilt worden. Die Tat ereignete sich im Dezember 2024 im Stadion An der Alten Försterei im Berliner Ortsteil Köpenick. Das Gericht verhängte eine Bewährungsstrafe sowie ein langjähriges Stadionverbot.

Am 14. Dezember 2024 hatte der Mann aus etwa 20 Metern Entfernung ein Feuerzeug auf den Bochumer Torhüter Patrick Drewes geworfen. Das Objekt traf Drewes am Kopf und verursachte eine leichte Schädelprellung. Vor Gericht schilderte der Keeper später, nach dem Angriff unter Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit gelitten zu haben. Aufgrund der Verletzung war er eine Woche lang arbeitsunfähig.

Das Amtsgericht Tiergarten sprach den Angeklagten der gefährlichen Körperverletzung schuldig. In der Urteilsbegründung hieß es, das Feuerzeug sei als gefährliche Waffe eingesetzt worden. Der zum Tatzeitpunkt alkoholisierte Mann erhielt eine sechsmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Als Folge des Vorfalls wurde die ursprünglich 1:1 ausgegangene Partie später mit 2:0 für Bochum gewertet. Zudem verhängte das Gericht ein zweijähriges Stadionverbot, das dem Verurteilten den Besuch von Spielen in der ersten, zweiten und dritten Liga sowie der Regionalliga untersagt.

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Die Bewährungsstrafe und das Stadionverbot erfolgten nach einer rechtlichen Einstufung des Feuerzeugs als gefährliche Waffe. Die Tat des Angeklagten führte zur nachträglichen Ergebnisänderung und ließ den Torwart vorübergehend dienstunfähig zurück. Der Fall unterstreicht die juristischen Konsequenzen gewalttätigen Verhaltens in Fußballstadien.

Quelle