Flensburger Immobilienverwalter soll 1,4 Millionen Euro veruntreut haben
Hubertus CasparHundertfacher Betrugsvorwurf gegen Immobilienverwalter - Flensburger Immobilienverwalter soll 1,4 Millionen Euro veruntreut haben
Ein Immobilienverwalter aus Flensburg sieht sich schweren Vorwürfen der Untreue und des Betrugs gegenüber. Zwischen Januar 2019 und Dezember 2023 soll er fast 1,4 Millionen Euro von Kundenkonten in die eigene Tasche umgeleitet haben. Die Staatsanwaltschaft hat den Fall mittlerweile übernommen – zuständig ist die Sonderabteilung für Wirtschaftskriminalität in Kiel.
Der 53-Jährige soll innerhalb von fünf Jahren rund 400 einzelne Veruntreuungen begangen haben. Seine Machenschaften führten kurz vor Weihnachten 2023 zum Zusammenbruch seines Unternehmens und hinterließen bei den Geschädigten große Unsicherheit, ob sie ihr Geld jemals zurückerhalten werden.
Die Kieler Ermittler haben beim Beschuldigten Vermögenswerte im Wert von über einer Million Euro sichergestellt. Im Falle einer Verurteilung könnten diese Gelder an die Opfer zurückfließen. Ein Prozesstermin steht jedoch noch nicht fest.
In einem separaten Ermittlungsverfahren wird dem Mann zudem vorgeworfen, Mietkautionen in Höhe von etwa 250.000 Euro veruntreut zu haben. Wie viele Vermieter oder Mieter betroffen sind und ob bereits Entschädigungen gezahlt wurden, teilten die Behörden nicht mit.
Die Wirtschaftskriminalität der Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt weiter. Bei einer Verurteilung könnten die beschlagnahmten Vermögenswerte an die Geschädigten ausgekehrt werden, doch ein Zeitplan dafür fehlt. Die Insolvenz des Unternehmens lässt viele Betroffene weiterhin auf Klarheit über ihre verlorenen Gelder warten.






