Frankfurt wird erste deutsche „World Design Capital 2026“ – wie Design Demokratie stärkt
Dörthe ScheuermannFrankfurt und Region als 'Weltgestaltungshauptstadt' - Frankfurt wird erste deutsche „World Design Capital 2026“ – wie Design Demokratie stärkt
Frankfurt und die Rhein-Main-Region sind zur 'World Design Capital 2026' ernannt worden – damit trägt erstmals eine deutsche Stadt oder Region diesen renommierten Titel. Die Auszeichnung würdigt den innovativen Einsatz von Design, um den Alltag zu verbessern und die Demokratie zu stärken.
Die World Design Organization (WDO) verleiht die Ehrung seit 2008 alle zwei Jahre. Frankfurts Bewerbungsschreiben setzte sich in einem kompetitiven Verfahren durch, wobei das Motto "Design für Demokratie. Atmosphären für ein besseres Leben" im Mittelpunkt stand. Fünf Schwerpunkte prägen das Programm: Lebensräume, Bildung und Wissenschaft, Design und Wirtschaft, Teilhabe sowie Politik und Design.
Im Laufe des Jahres 2026 sind rund 2.000 Projekte und Veranstaltungen geplant, die in Kooperation mit etwa 450 lokalen und internationalen Partnern umgesetzt werden. Das Gesamtbudget der Initiative beläuft sich auf schätzungsweise 16 Millionen Euro. Der offizielle Auftakt findet am 16. Januar in der Centralstation Darmstadt statt. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) wird daran teilnehmen, ebenso wie weitere Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Kaweh Mansoori, hessischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident (ebenfalls CDU), bezeichnete den Titel als "große Chance für das Land" – er hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg der Bewerbung.
Die Auszeichnung als "World Design Capital“ wird Frankfurt und der Rhein-Main-Region weltweite Aufmerksamkeit bescheren. Mit Tausenden Veranstaltungen soll das Programm zeigen, wie Design öffentliche Räume, Bildung und bürgerschaftliches Engagement bereichern kann. Die ganzjährige Initiative startet im Januar 2026 und läuft das gesamte Jahr über.