Fürther Freibad Burgfarrnbach droht die endgültige Schließung nach jahrelanger Krise
Siegrid RöhrichtFürther Freibad Burgfarrnbach droht die endgültige Schließung nach jahrelanger Krise
Freizeitbad Burgfarrnbach in Fürth bleibt diese Saison geschlossen – und möglicherweise für immer
Das Jugendbad Burgfarrnbach, ein Freibad in Fürth, wird in dieser Saison nicht öffnen und könnte endgültig geschlossen werden. Die Stadt erwägt nun eine Abstimmung über die dauerhafte Schließung, nachdem die Beschaffung der notwendigen Mittel immer wieder verzögert wurde. Über den Vorschlag wird der Ausschuss am 10. Juni 2026 beraten.
Das Bad verfügt über ein unbeheiztes Becken von 8 x 20 Metern, eine 1.000 Quadratmeter große Sonn Liegewiese und Umkleidekabinen. Doch seit Jahren sinken die Besucherzahlen deutlich, während die Betriebskosten hoch bleiben. Zudem war der Zutritt zuletzt auf Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren sowie deren Begleitpersonen beschränkt.
Technische Mängel verschärfen die Krise Wichtige Anlagen des Bades sind marode: Die Dosier- und Messtechnik der Wasseraufbereitung funktioniert unzuverlässig, und das Leitungssystem weist seit der letzten Saison schwere Undichtigkeiten auf. Allein die Reparatur der Lecks könnte bis zu 50.000 Euro kosten.
Eine vollständige Wiedereröffnung würde mindestens 165.000 Euro erfordern, um technische, bauliche und sicherheitsrelevante Mängel zu beheben. Ohne diese Investitionen kann das Bad nicht betrieben werden. Nun muss der Finanz- und Verwaltungsausschuss entscheiden, ob das Freibad endgültig geschlossen und das Gelände anderweitig genutzt werden soll.
Falls der Ausschuss der Schließung zustimmt, wird das Bad dauerhaft geschlossen. Die Stadt würde dann Konzepte für eine Nachnutzung des Areals entwickeln. Noch ist jedoch unklar, was anstelle der Anlage entstehen könnte.






