Genmab begeistert deutsche Anleger mit revolutionären Krebs-Antikörpern
Hubertus CasparGenmab begeistert deutsche Anleger mit revolutionären Krebs-Antikörpern
Genmab: Dänischer Biotech-Pionier mit Antibody-Therapien zieht deutsche Anleger in seinen Bann
Das dänische Biotechnologieunternehmen Genmab, das sich auf antikörperbasierte Krebstherapien spezialisiert hat, stößt bei deutschen Investoren auf wachsendes Interesse. Die Aktien des Unternehmens, das sowohl an der US-amerikanischen als auch an der dänischen Börse notiert ist, sind inzwischen über gängige Online-Broker und Direktbanken handelbar. Mit seinem Fokus auf hochriskante, aber potenziell ertragreiche Therapieansätze gewinnt Genmab in der europäischen Onkologie zunehmend an Bedeutung.
Das Unternehmen entwickelt vor allem monoklonale Antikörper und Immuntherapien gegen Krebs. Sein Geschäftsmodell basiert auf einer Kombination aus eigener Arzneimittelforschung und Lizenzvereinbarungen mit großen Pharmakonzernen wie Janssen und AbbVie. Diese Partnerschaften sichern Genmab wiederkehrende Einnahmequellen.
In den vergangenen Jahren haben europäische Aufsichtsbehörden mehrere Wirkstoffe des Unternehmens zugelassen. So gab die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im Juni 2023 grünes Licht für Epkinly (Epcoritamab) zur Behandlung von rezidivierendem oder refraktärem diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom – 2024 folgte eine Erweiterung der Anwendungsgebiete. Noch jüngst, im Oktober 2025, erhielt Rina-S (Rinatabart Sesutecan) die Zulassung als First-Line-Therapie bei Eierstockkrebs. Allerdings bergen diese Medikamente Risiken, darunter Zytokin-Freisetzungssyndrom, Infektionen und Neutropenie. Die EMA warnt vor schweren immunvermittelten Reaktionen.
Obwohl es keine flächendeckenden Marktzugangsbeschränkungen gibt, verlangen Health-Technology-Assessments (HTA) in Ländern wie Deutschland und Frankreich zusätzliche Daten zur Kosteneffizienz, bevor eine volle Erstattungsfähigkeit gewährt wird. Rückschläge in klinischen Studien haben zudem bereits den Aktienkurs belastet – ein typisches Merkmal der Volatilität in der Biotech-Branche.
Genmabs Therapien entsprechen den zentralen deutschen Leitlinien zur Krebsbehandlung und sind daher ein zentraler Baustein in onkologischen Zentren. Positive regulatorische Entscheidungen und Erstattungszusagen könnten die langfristigen Lizenzeinnahmen des Unternehmens stärken. Für Investoren bleibt die Abwägung zwischen den Chancen einer vielversprechenden Pipeline und den inhärenten Risiken einer hochspezialisierten Biotech-Strategie.






