12 February 2026, 07:11

Gil Ofarim räumt nach Dschungelsieg Fehler im Verleumdungsfall ein

Eine Karikatur einer Gerichtsszene mit einer Gruppe von Menschen, die auf Stühlen sitzen und ein Mann in der Mitte steht, ein Tisch mit verschiedenen Gegenständen rechts und Text unten, der "Boney's Trial, Sentence and Dying Speech Europe's Injuries Revenged" lautet.

Ofarim ärgerlich über eigene Äußerungen zum Prozess - Gil Ofarim räumt nach Dschungelsieg Fehler im Verleumdungsfall ein

Gil Ofarim, der kürzlich in 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' zum 'Dschungelkönig' gekürt wurde, sieht sich erneut mit Kritik wegen seines Umgangs mit einem Rechtsstreit aus dem Jahr 2021 konfrontiert. Während der Show sprach er überraschend über den Verleumdungsprozess mit einem Leipziger Hotelmitarbeiter – einen Vorfall, der sich später als erfunden herausstellte. Der Fall war wieder in den Fokus gerückt, nachdem Ofarim ihn zunächst gemieden hatte, um später vor Gericht seine falschen Anschuldigungen einzugestehen.

Die Kontroverse begann 2021, als Ofarim einen Hotelangestellten des Antisemitismus bezichtigte. Ein Leipziger Gericht fällte damals kein endgültiges Urteil, doch bis Ende 2023 räumte Ofarim in einem Verleumdungsverfahren ein, die Geschichte erfunden zu haben. Das Verfahren wurde eingestellt – unter der Auflage, dass er jeweils 5.000 Euro an die Jüdische Gemeinde Leipzig und die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz zahlt sowie eine Entschädigung an den zu Unrecht beschuldigten Mitarbeiter leistet.

Während seiner Teilnahme bei 'Ich bin ein Star' geriet Ofarim unter Druck von Mitkandidaten, sich zum Fall zu äußern. Schließlich brach er sein Schweigen und behauptete in einer Folge, die Sicherheitsaufnahmen des Hotels könnten manipuliert worden sein. Später präzisierte er, seine Aussagen seien keine neuen Enthüllungen, sondern bereits bekannte Details.

Der Hotelmitarbeiter, der stets jede Schuld von sich wies, zeigte sich fassungslos über Ofarims anhaltende Selbstdarstellung als Opfer. In Interviews betonte der Angestellte, er – nicht Ofarim – habe unter den falschen Vorwürfen und der darauffolgenden Medienaufmerksamkeit gelitten.

Nach seinem Sieg in der Show erklärte Ofarim, es bereue, den Fall im Fernsehen angesprochen zu haben. Er räumte ein, dass das Thema seine Zeit im Dschungel überschattet und zusätzliche Kritik auf ihn gezogen habe.

Der Verleumdungsprozess endete mit Ofarims Eingeständnis der falschen Behauptungen und der Zahlung von Schadensersatz. Der Hotelmitarbeiter, von jedem Vorwurf freigesprochen, besteht darauf, das eigentliche Opfer des Vorfalls zu sein. Ofarims Äußerungen in der Reality-Show hielten die Debatte in der Öffentlichkeit am Leben – trotz seiner späteren Bedauern, das Thema überhaupt angeschnitten zu haben.