Gil Ofarim verlässt das Dschungelcamp 2026 mit neuem Eklat – und RTL räumt Fehler ein
Siegrid RöhrichtGil Ofarim entschuldigt sich still bei Dschungelcamp-Wiedervereinigungsshow - Gil Ofarim verlässt das Dschungelcamp 2026 mit neuem Eklat – und RTL räumt Fehler ein
Die Staffel 2026 von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" endete mit der Krönung von Hubert Feller zum Dschungelkönig durch seine Mitcamper. Unterdessen sah sich Gil Ofarim mit massiver Kritik wegen umstrittenen Äußerungen während der Show konfrontiert, die erneut die Vorwürfe wegen antisemitischer Vorfälle aus seiner Vergangenheit aufkommen ließen. Sein Auftritt in der Sendung warf zudem Fragen über den Umgang des Senders RTL mit seinen Aussagen auf.
Ofarim war mit einem klaren Ziel in den Dschungel gegangen: Er wollte Startkapital für einen Neuanfang sichern – der Sieg war dabei zweitrangig. Doch seine Zeit im Camp wurde schnell von seinen eigenen Worten überschattet.
Während einer hitzigen Diskussion deutete er an, ein zentrales Video aus seinem Gerichtsverfahren von 2023 – in dem er eingestand, ein Leipziger Hotel fälschlich des Antisemitismus beschuldigt zu haben – sei manipuliert worden. Auf Nachfrage wich er aus, schob Müdigkeit und Hunger als Grund für seine "unglückliche" Formulierung vor. Später, in der Nachshow, entschuldigte er sich halbherzig für seine "schlechte Wortwahl" – fast wortgleich mit dem, was er bereits im Dschungel und in einem früheren RTL-Interview mit Frauke Ludowig gesagt hatte.
Seine Behauptungen zum Video zogen weitere Aufmerksamkeit auf sich. Ofarim behauptete, er habe lediglich die Berichterstattung des Stern über die Überwachungsaufnahmen paraphrasiert. Sein Anwalt ging jedoch noch einen Schritt weiter und stellte öffentlich die Authentizität der im Prozess gezeigten Videos infrage. Die Kontroverse vertiefte sich, als RTL leise eine Sequenz aus der Stefan-Raab-Show mit Ofarim entfernte, nachdem die Jüdische Allgemeine diese als antisemitisch kritisiert hatte.
Im Camp selbst fand Ofarim wenig Rückhalt. Bei einer internen Abstimmung der Prominenten erhielt er null Punkte und landete auf dem letzten Platz. Doch ausgerechnet Ariels unerbittliche Kritik an ihm könnte ihm in der Öffentlichkeit unwillkürlich Sympathiepunkte eingebracht haben – als eine Art Underdog.
Nach der Show räumte Produzent Jan Köppen ein, dass weder er noch das RTL-Redaktionsteam Ofarims fragwürdige und falsche Aussagen während der Ausstrahlung korrigiert hätten. Dieses Versäumnis verschärfte die Folgen seines Auftritts zusätzlich.
Während Ofarims Dschungelabenteuer für Kontroversen sorgte, zeigte sich der eigentliche Gewinner der Staffel, Hubert Feller, überrascht und dankbar für seine Krönung zum Dschungelkönig. Der Titel ergab sich nach einer erneuten Abstimmung unter den Campbewohnern, die seinen Sieg sicherte.
Ofarim verließ den Dschungel mit einem weiter beschädigten Ruf – bedingt durch unkorrigierte Aussagen und schwache Entschuldigungen. RTLs Eingeständnis redaktionellen Versagens trug zusätzlich zur Kritik an seiner Teilnahme bei. Fellers unerwarteter Sieg als Dschungelkönig lenkte zum Staffelende hingegen die Aufmerksamkeit auf einen anderen Aspekt und rückte die anhaltenden Kontroversen vorübergehend in den Hintergrund.






