29 June 2026, 12:50

Gipsabbau in Altertheim: Behörden sehen Risiken als beherrschbar – doch Proteste wachsen

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk genommen

Gipsabbau in Altertheim: Behörden sehen Risiken als beherrschbar – doch Proteste wachsen

Die Regierung von Unterfranken hat erklärt, dass der Gipsabbau in Altertheim keine unkontrollierbaren Risiken berge, sofern bestimmte Auflagen eingehalten werden. Das von der Firma Knauf geplante Vorhaben stößt in der Region sowohl auf Zustimmung als auch auf Ablehnung.

Knauf beabsichtigt, 50 Jahre lang im Untertagebau Gips zu fördern – mit einer jährlichen Menge von einer Million Tonnen. Das Gebiet ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden. Zwar bleibt ein Restrisiko bestehen, doch die Behörden stufen es als beherrschbar ein. Sollte der Grundwasserspiegel sinken, müsste der Abbau gestoppt werden.

Eine Online-Petition gegen das Projekt sammelte über 5.600 Unterschriften. Im Rahmen der Planprüfung wurden 79 Behörden angehört und mehr als 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung geprüft. Patrick Friedl von den Grünen kritisierte, dass die Gefahren für das Trinkwasser unterschätzt worden seien.

Knauf begrüßte die Einschätzung der Regierung und versprach, ein verlässlicher Partner in Altertheim zu sein. Das Unternehmen muss strenge Vorgaben der Würzburger Behörden erfüllen. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung trifft das Bergamt Nordbayern bis Ende des Jahres.

Die Zukunft des Projekts hängt vom Beschluss der Bergbehörde ab. Bei einer Genehmigung würde Knauf unter strengen Auflagen arbeiten, um die örtlichen Wasservorräte zu schützen. Die Debatte zeigt, wie sehr die langfristigen ökologischen und gesellschaftlichen Folgen die Gemüter bewegen.

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