02 April 2026, 18:34

Goslar testet Tempo 30 in Ohlhof – mehr Sicherheit oder nur ein Experiment?

Vorsicht Geschwindigkeitsbegrenzungsschild an der Seite einer Straße mit einer Wand, Gras, Wasser, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Goslar testet Tempo 30 in Ohlhof – mehr Sicherheit oder nur ein Experiment?

Goslar führt ab 9. April sechsmonatige Testphase für Tempo-30-Zone in Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee ein

Die Stadt reagiert damit auf Bedenken zur Verkehrssicherheit im Stadtteil Ohlhof, wo zwischen 2023 und 2025 zwölf Unfälle und acht kritische Vorfälle registriert wurden. Stadtvertreter, Anwohner und der Quartiersverein unterstützen das Vorhaben, das die Sicherheit und Lebensqualität verbessern soll.

In der Testzone gilt künftig die Regelung "Rechts vor Links", die das bisherige Vorfahrtssystem ersetzt. Autofahrer haben auf den betroffenen Straßen keine automatische Vorfahrt mehr – stattdessen müssen sie an Kreuzungen dem von rechts kommenden Verkehr Vorrang gewähren.

Während der Testphase kommen weder Geschwindigkeitsmessanlagen noch andere Kontrollmaßnahmen zum Einsatz. Stattdessen setzt die Stadt auf regelmäßige Verkehrserhebungen, um die Geschwindigkeiten zu überwachen und die Wirksamkeit der Zone zu bewerten. Ziel ist es, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf ein V85-Niveau von 36 km/h zu senken – das bedeutet, dass nicht mehr als 15 Prozent der Fahrer schneller als 36 km/h unterwegs sind.

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Die lokalen Behörden appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, das Projekt durch rücksichtsvolles Fahren zu unterstützen. Die Initiative soll ein ruhigeres Verkehrsumfeld schaffen und die Risiken für Fußgänger, Radfahrer und Anwohner verringern. Ob die Zone dauerhaft bleibt, hängt von den Rückmeldungen der Bevölkerung und den Erhebungsdaten ab.

Die Testphase läuft bis Oktober, wobei die Stadt kontinuierlich Daten sammelt. Bei Erfolg könnte die Tempo-30-Regelung über die ursprünglichen sechs Monate hinaus verlängert werden. Der langfristige Erfolg des Projekts hängt von der Mitarbeit der Autofahrer und den Ergebnissen der laufenden Verkehrsuntersuchungen ab.

Quelle