Großrazzia an Raststätte Forst Rantzau: 72 Verstöße bei Schwerlast- und Gefahrgutkontrollen
Dörthe ScheuermannGroßrazzia an Raststätte Forst Rantzau: 72 Verstöße bei Schwerlast- und Gefahrgutkontrollen
Großrazzia an der Raststätte Forst Rantzau: Dutzende Verstöße im Schwerlast- und Gefahrgutverkehr
Am 23. März 2026 führte die Polizei eine großangelegte Verkehrskontrolle an der Raststätte Forst Rantzau durch. Im Fokus standen dabei Schwerlast- und Gefahrguttransporte – mit erschreckendem Ergebnis: Die Beamten deckten Dutzende Verstöße in verschiedenen Kategorien auf.
Insgesamt wurden 91 Fahrzeuge überprüft, wobei 72 Vergehen festgestellt wurden. In 42 Fällen wurden Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie Arbeitszeitregelungen geahndet. Vier Verstöße betrafen den Umgang mit Gefahrgut, bei zwölf weiteren Fahrzeugen war die Ladung unzureichend gesichert.
Ein besonders schwerwiegender Fall: Ein 35-jähriger Schausteller transportierte einen Traktor und 80 Farbfässer, ohne diese ordnungsgemäß zu sichern. Wegen gravierender Mängel im Gefahrgutbereich wurde dem Fahrer die Weiterfahrt untersagt. Zudem gab es zwei Verstöße wegen fehlender Pflichtversicherung sowie einen weiteren wegen Nichteinhaltung der Frachtvorschriften.
Hinzu kamen zwei Verstöße gegen das Abfallrecht und sieben kleinere Mängel an den Fahrzeugen. Die Polizei wies die Fahrer erneut darauf hin, Ladung korrekt zu sichern, Gewichtsgrenzen einzuhalten und die Stabilität der Fracht vor Fahrtantritt zu überprüfen.
Die Aktion reiht sich in eine Serie ähnlicher Großkontrollen der vergangenen Jahre ein. Zwischen 2023 und 2025 führten deutsche Verkehrsbehörden rund 15 bundesweite Kampagnen durch, die sich auf Gefahrgut- und Schwertransporte konzentrierten. Dazu zählte etwa die TIR-Aktion 2023, bei der über 5.000 Fahrzeuge kontrolliert wurden, sowie länderübergreifende Einsätze in den Jahren 2024 und 2025.
Die Kontrollen unterstreichen die anhaltenden Probleme bei der Einhaltung von Vorschriften im Schwerlast- und Gefahrgutverkehr. Die Behörden betonen weiterhin die Bedeutung einer fachgerechten Ladungssicherung, der Einhaltung von Lenkzeiten und der Beachtung von Sicherheitsbestimmungen. Mit weiteren Kontrollen dieser Art ist in Zukunft zu rechnen.






