Großrazzia in Langenfeld enthüllt massiven Wohnsitzbetrug und illegale Arbeitsverhältnisse
Oliver LinkeGroßrazzia in Langenfeld enthüllt massiven Wohnsitzbetrug und illegale Arbeitsverhältnisse
Gemeinsame Razzia in Langenfeld deckt Wohnsitzbetrug und illegale Wohnpraktiken auf
Bei einer großangelegten Kontrollaktion in Langenfeld sind gefälschte Meldeadressen und illegale Wohnverhältnisse aufgedeckt worden. Unter der Leitung von Oliver Konsierke beteiligten sich 19 Beamte verschiedener Behörden an der Operation, darunter Polizei, Ausländerbehörden und Bauaufsichtsämter. Die Ermittlungen förderten Scheinanmeldungen, nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse sowie mögliche Verstöße gegen das Mindestlohngesetz zutage.
Die Aktion erfolgte im Rahmen der Initiative GeKo Rhein Wupper, einem länderübergreifenden Projekt, das Ende Februar 2026 gestartet wurde. An dem Programm wirken fünf Städte mit – Wuppertal, Leverkusen, Solingen, Remscheid und Langenfeld –, finanziert aus dem Förderprogramm Interkommunale Zusammenarbeit des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Fokus stehen organisierte Kriminalität, Sozialbetrug, Menschenhandel, Problemimmobilien, Briefkastenfirmen und Geldwäsche.
In Reusrath stießen die Ermittler auf 12 gefälschte Wohnsitze, die auf EU-Bürger aus Osteuropa registriert waren. Alle Eintragungen werden nun gelöscht. An einer weiteren Adresse in Richrath führte ein Verstoß gegen die Meldepflicht zur offiziellen Abmeldung; hier besteht zudem der Verdacht einer vorgetäuschten Vaterschaftsanerkennung, um Aufenthaltstitel zu erschleichen.
An einem dritten Standort gab es Hinweise auf Scheinanmeldungen, die dazu dienten, Einwanderungsbestimmungen zu umgehen. Sieben Personen dort stehen im Verdacht, ohne gültigen Status zu arbeiten und Büroflächen ohne gewerbliche Anmeldung zu nutzen. Zudem wurden unerlaubte bauliche Veränderungen, Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz sowie mögliche Lohnvorenthaltungen aufgedeckt.
Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Probleme mit Wohnsitzbetrug und illegalen Wohnverhältnissen. Die Behörden werden die falschen Adressen löschen und weitere Ermittlungen zu nicht angemeldeter Arbeit und Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht einleiten. Die Initiative GeKo Rhein Wupper zielt darauf ab, die behördenübergreifende Zusammenarbeit im Kampf gegen solche Straftaten in der Region zu verstärken.






