Grüne prüfen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus
Siegrid RöhrichtGrüne prüfen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus
Die Grünen haben eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung eingereicht. Im Fokus stehen mögliche Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen. Die Anfrage thematisiert zudem Bezüge zu rechtsextremen Gruppen, darunter die Alternative für Deutschland (AfD).
Die Grünen fordern detaillierte Angaben zu Umfang, Struktur und Gefahrenpotenzial christlich-fundamentalistischer Gruppen mit extremistischen Bezügen. Zudem ersuchen sie Informationen zu den in der Anfrage genannten Personen, Organisationen und Veranstaltungen – etwa zur Alliance Defending Freedom International oder zum jährlichen „Marsches für das Leben“.
Das Dokument nennt mehrere Akteure, darunter Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider. Jäger wirft der Anfrage vor, sie ziele darauf ab, christlich-konservative Positionen moralisch zu delegitimieren. Riemenschneider sieht darin einen Versuch, historisch gewachsene christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.
Deutsche Medien wie ARD und ZDF haben kürzlich Dokumentationen ausgestrahlt, in denen konservative Christen kritisch dargestellt werden. Die Grünen schlagen zudem politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte mit Bezug zu christlich motiviertem politischem Extremismus zu löschen.
Die Anfrage unterstreicht die zunehmende Prüfung mutmaßlicher Verbindungen zwischen christlichen Fundamentalisten und rechtsextremen Kreisen. Sie fordert die Regierung auf, mögliche Risiken zu bewerten und gegenzusteuern. Die genannten Personen haben die Absichten der Anfrage öffentlich kritisiert.






