29 April 2026, 03:19

Grüner Wirtschaftsflügel fordert 2-Prozent-Steuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für die Reichen und große Unternehmen."

Grüner Wirtschaftsflügel fordert 2-Prozent-Steuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Karl Haeusgen, Co-Vorsitzender des Wirtschaftsflügels der Grünen, hat eine neue Vermögenssteuer für Deutschlands Superreiche vorgeschlagen. Der Plan sieht eine jährliche Abgabe von 2 Prozent auf Vermögen über 100 Millionen Euro vor. Haeusgen, der selbst Miteigentümer eines mittelständischen Unternehmens ist, argumentiert, die Maßnahme diene der Steuergerechtigkeit und helfe zugleich, Haushaltslücken an anderer Stelle zu schließen.

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Haeusgen übernahm seine aktuelle Position Mitte 2025 und teilt sich die Führung des Wirtschaftsverbands der Grünen mit Marie-Luise Wolff. Zuvor stand er von 2020 bis 2024 dem konservativen Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vor. Sein Wechsel zu den Grünen spiegelt ein breiteres Bemühen wider, Unternehmer anzusprechen, die mit der Klimapolitik der Regierung unzufrieden sind.

Die geplante Steuer würde nur die größten Vermögen erfassen und kleinere Anleger verschonen. Um die Belastung zu mildern, schlug Haeusgen vor, bereits gezahlte inländische Kapitalertrags- und Einkommensteuern anzurechnen. Zudem betonte er, das System fördere die Steuercompliance, da die Abgabe von 2 Prozent das Stammvermögen langfristig nicht schmälere.

Über die Steuerpolitik hinaus hofft der Wirtschaftsflügel der Grünen, ehemalige Wähler der Freien Demokratischen Partei (FDP) zu gewinnen. Im Fokus stehen eigenständige Unternehmer, die Nachhaltigkeit priorisieren, sich von der aktuellen Wirtschaftspolitik jedoch im Stich gelassen fühlen.

Sollte die Steuer eingeführt werden, wäre dies ein bedeutender Wandel in der Behandlung extremer Vermögen in Deutschland. Haeusgens Doppelfunktion als Fürsprecher und potenzieller Steuerzahler verleiht der Debatte zusätzliches Gewicht. Der Vorschlag steht nun zur politischen Diskussion – sein Schicksal hängt von den größeren fiskalischen und umweltpolitischen Prioritäten ab.

Quelle