Hamburgs Bürgerschaft entscheidet über umstrittenes Beamten-Schutzgesetz
Dörthe ScheuermannHamburgs Bürgerschaft entscheidet über umstrittenes Beamten-Schutzgesetz
Hamburger Bürgerschaft stimmt am 17. Juni über umstrittenes Gesetz ab
Der Entwurf des „Gesetzes zum Schutz des öffentlichen Dienstes vor verfassungsfeindlichen Einflüssen“ hat heftige Reaktionen bei politischen Gruppen und Gewerkschaften ausgelöst. Befürworter und Kritiker bereiten sich auf eine hitzige Debatte vor der Abstimmung vor.
Die regierenden SPD und Grünen sowie die oppositionelle CDU unterstützen den Gesetzentwurf. Die Koalition plant, noch am selben Tag einen Änderungsantrag mit geringfügigen Formulierungsanpassungen einzubringen. Um die Verabschiedung abzusichern, wurde die Abstimmung auf Juni vorgezogen – damit sinkt das Risiko von Abweichlern.
Die Linke hat angekündigt, eine namentliche Abstimmung zu beantragen. Die Abgeordnete Deniz Celik bezeichnete den Entwurf als „schweren Angriff auf Grundrechte“ und betonte dessen historische Tragweite. Sie argumentierte, dass künftige Generationen wissen müssten, wie jeder Abgeordnete abgestimmt habe.
Der Widerstand gegen das Gesetz wächst. Das „Bündnis gegen Berufsverbote“, die Gewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wollen mit einer Demonstration dagegen protestieren. Unterdessen kritisieren die Jusos und die Grüne Jugend, der Entwurf ignoriere Fachwarnungen. Sie werden eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten, um ihre Bedenken zu äußern.
Das Gesetz enthält eine Befristung und läuft automatisch am 31. Juli 2031 aus. Seine Verabschiedung hängt von der anstehenden Abstimmung und der Fähigkeit der Koalition ab, die Unterstützung zu halten. Das Ergebnis wird entscheiden, ob das Vorhaben trotz breiter Ablehnung in Kraft tritt.






