21 January 2026, 21:59

Hamburgs Wirtschaft wächst 2025 um 1,1 Prozent und übertrifft den Bundestrend

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Hamburg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, begleitet von Text, der Informationen über die Bevölkerung, Straßen und Sehenswürdigkeiten der Stadt enthält.

Tschentscher lobt die wirtschaftliche Leistung Hamburgs - Hamburgs Wirtschaft wächst 2025 um 1,1 Prozent und übertrifft den Bundestrend

Hamburgs Wirtschaft wuchs 2025 um 1,1 Prozent und überflügelte damit die meisten Bundesländer in einer Phase nationaler Stagnation. Die Hansestadt machte zugleich Fortschritte bei der Bürokratieabbau, dem Ausbau von Auszubildenden-Wohnraum und der Modernisierung ihres Hafens. Schleswig-Holstein trieb unterdessen Klimaschutzinitiativen und digitale Reformen voran – trotz eigener wirtschaftlicher Herausforderungen.

Das Wachstum Hamburgs speiste sich vor allem aus den Bereichen Tourismus, Bauwirtschaft und Hafenbetrieb. Die Containerumschlagzahlen stiegen, während die Stadt 300 Verwaltungsverfahren digitalisierte und so bürokratische Hürden abbaute. Neue Wohnungen für Auszubildende und Schulneubauten stärkten zudem die lokale Entwicklung.

Schleswig-Holstein verzeichnete hingegen – wie Baden-Württemberg und Bayern – einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts. Dennoch blieb das Land Vorreiter in Sachen Klimaschutz: Windenergie, Batteriespeicher und Wasserstoffprojekte wurden vorangetrieben. Ministerpräsident Daniel Günther rief die Wirtschaft auf, weiter in Innovation und Weiterbildung zu investieren, um die wirtschaftliche Dynamik zurückzugewinnen. Im September 2025 gründete der Norden eine Fachgruppe Open Source, in der das Digitale Wirtschaftsnetzwerk Schleswig-Holstein (DiWiSH), die Open Source Business Alliance (OSBA) und regionale IT-Unternehmen zusammenarbeiten. Unter Digitalminister Dirk Schrödter hatte die Landesregierung bereits seit 2024 31 Modernisierungsprojekte im Rahmen des Programms „Offene Innovation“ gefördert – darunter die Ablösung proprietärer Software durch LibreOffice und Linux. Dadurch sparte der Staat 15 Millionen Euro ein und modernisierte gleichzeitig Systeme wie das Dokumentenmanagement für über 90 öffentliche Einrichtungen.

Mit einem Plus von 1,1 Prozent lag Hamburgs Wirtschaftswachstum Anfang 2025 über dem deutschen Durchschnitt, während Schleswig-Holstein den wirtschaftlichen Abschwung mit Fortschritten bei der digitalen und grünen Wende ausglich. Beide Länder setzten auf langfristige Investitionen: Hamburg in Infrastruktur und Effizienz, Schleswig-Holstein in Open-Source-Lösungen und erneuerbare Energien, um ihre Position zu stärken.