16 April 2026, 08:32

Handwerk und Kreis Steinfurt stärken Zusammenarbeit gegen Krisen und Schwarzarbeit

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanische Anstalt, zum Vorteil von Meistern, Gesellen und Lehrlingen", wahrscheinlich ein Vorschlag zur Gründung einer mechanischen Anstalt.

Handwerk und Kreis Steinfurt stärken Zusammenarbeit gegen Krisen und Schwarzarbeit

Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf und lokale Behörden bekräftigen enge Zusammenarbeit

Bei ihrer jüngsten Jahresversammlung haben die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf und die kommunalen Verantwortungsträger ihre Verpflichtung zu einer engen Kooperation erneuert. Steigende Energiekosten und Lieferkettenstörungen, die durch die Spannungen im Iran noch verschärft werden, belasten die Handwerksbetriebe in der Region besonders. Gleichzeitig bot die Veranstaltung Gelegenheit, über neue Chancen durch die anstehenden Änderungen im öffentlichen Vergaberecht zu sprechen.

Vertreter des Kreises Steinfurt und der Handwerkerschaft kamen zusammen, um drängende Herausforderungen zu erörtern. An den Gesprächen nahmen Landkreisamtsleiter Dr. Martin Sommer, Baudirektor Carsten Rehers sowie WESt-Geschäftsführer Christian Holterhues teil, zusammen mit den Handwerksvertretern Frank Tischner, Heinz-Bernd Lohmann und Thomas Bäumer. Themen waren unter anderem die explodierenden Energiepreise, Schwarzarbeit sowie die Notwendigkeit einer stabilen beruflichen Ausbildung.

Die Teilnehmer hoben die Bedeutung direkter Kommunikation für eine schnelle Problemlösung hervor. Beide Seiten waren sich einig, dass ein offener Dialog entscheidend ist, um Probleme wie unfaire Konkurrenz durch Schwarzarbeit zu bekämpfen – ein Phänomen, das ehrliche Betriebe und Steuerzahler gleichermaßen schädigt. Besonders betont wurde auch die duale Berufsausbildung als verlässlicher Weg für junge Fachkräfte und als Lösung für die Nachfolgeplanung im Handwerk.

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Ab dem 1. Januar 2026 führt Nordrhein-Westfalen neue Vergaberegeln ein, die Bürokratie abbauen und mehr Flexibilität bieten sollen – insbesondere bei kleineren Aufträgen. Die Änderungen könnten lokalen Handwerksbetrieben den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen erleichtern.

Der Kreis unterstützt zudem über die Handwerkerschaft und die WESt Betriebsübergaben und -übernahmen. Diese Hilfestellungen helfen Handwerkern, Eigentumswechsel zu meistern und die Zukunft ihrer Unternehmen zu sichern. Die Veranstaltung endete mit der Bestätigung des vertrauensvollen Miteinanders beider Seiten.

Die Jahresversammlung festigte die Bindung zwischen Handwerkerschaft und Kreisverwaltung und sicherte die weitere Zusammenarbeit bei gemeinsamen Herausforderungen. Mit den anstehenden Vergaberegeln könnten Handwerksbetriebe künftig leichter an Aufträge kommen. Gleichzeitig bleiben die Förderung der Berufsausbildung und die Unterstützung bei Betriebsübergängen zentrale Bausteine für die Zukunftsfähigkeit des Sektors.

Quelle