23 December 2025, 21:04

Hausärzte fordern Zuckersteuer für gesündere Ernährung und Prävention

Ein Stückchen Zuckerwatte.

Hausärzte fordern Zuckersteuer für gesündere Ernährung und Prävention

In Deutschland könnte bald eine bundesweite Zuckersteuer eingeführt werden, um den übermäßigen Zuckerkonsum einzudämmen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat angekündigt, die Maßnahme im Rahmen einer Bundesgesetzgebung Anfang 2026 vorantreiben zu wollen. Der Vorschlag findet Unterstützung bei Gesundheitsfachleuten, darunter die Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands.

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Nicola Buhlinger-Göpfarth, Chefin des Hausärzteverbands, argumentiert, dass günstige, zuckerhaltige Produkte den übermäßigen Verzehr fördern. Eine Steuer würde ihrer Meinung nach ein klares Signal an Verbraucher und Hersteller senden, den Zuckergehalt zu reduzieren. Die Einnahmen aus der Abgabe, so pocht sie, sollten in die Verbesserung des Gesundheitssystems fließen – vor allem in präventive Maßnahmen.

Günthers Initiative orientiert sich an erfolgreichen Modellen in anderen europäischen Ländern wie Großbritannien und Spanien, wo ähnliche Steuern bereits positive Effekte gezeigt haben. Das deutsche Vorhaben zielt darauf ab, diesen Erfolg zu wiederholen, indem zuckerhaltige Produkte teurer werden und gesündere Alternativen attraktiver gemacht werden.

Wird die Steuer beschlossen, wäre dies ein wichtiger Schritt in der deutschen Gesundheitspolitik. Die generierten Mittel könnten die Gesundheitsversorgung stärken, während die Maßnahme selbst den Zuckerkonsum senken dürfte. Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundestag – eine Abstimmung wird für das erste Quartal 2026 erwartet.