Heizungsgesetz in Deutschland: Regierung kehrt 65-Prozent-Regel den Rücken
Der Weg zum Heizungsgesetz: Was steht heute in Karlsruhe auf der Agenda? - Heizungsgesetz in Deutschland: Regierung kehrt 65-Prozent-Regel den Rücken
Deutschlands Heizungsgesetz stößt seit Einführung auf Widerstand – jetzt plant die Regierung einen radikalen Kurswechsel
Das im Januar 2024 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) sorgt seit seinem Start für anhaltende Kontroversen. Ursprünglich schrieb das Gesetz vor, dass neue Heizungsanlagen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen – eine Regelung, die auf massive öffentliche Kritik und juristische Klagen stieß. Nun strebt die aktuelle Regierung eine grundlegende Reform an, die diese Vorgabe vollständig abschaffen soll.
Offiziell als Gebäudeenergiegesetz (GEG) bekannt, wurde das Gesetz im September 2023 verabschiedet und trat am 1. Januar 2024 in Kraft. Sein Kernpunkt – die Pflicht, dass neue Heizsysteme zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen – löste breite Ablehnung aus. Viele Hauseigentümer fürchteten hohe Kosten, wobei Schätzungen von bis zu 150.000 Euro pro Haus die Runde machten. Gleichzeitig brach der Absatz in der Heizungsbranche um 46 Prozent ein, da Verunsicherung und Widerstand zunahmen.
Schon 2023 hatte der damalige CDU-Abgeordnete Thomas Heilmann das überstürzte Gesetzgebungsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht angefochten. Er argumentierte, die beschleunigten Abstimmungen hätten seine Rechte als Parlamentarier verletzt und eine sachgemäße Beratung vereitelt. Das Gericht stoppte daraufhin vorläufig die zweite und dritte Lesung, was die Verabschiedung des Gesetzes verzögerte.
In den folgenden zwei Jahren spitzte sich die öffentliche Debatte weiter zu. Während die AfD eine vollständige Abschaffung des Gesetzes forderte, kündigte die neue Union-SPD-Koalition Anfang 2026 umfassende Änderungen an. Die geplanten Reformen sehen vor, die 65-Prozent-Regel für Erneuerbare zu streichen, Hybridlösungen zuzulassen und Ausnahmen für ältere Hauseigentümer einzuführen. Statt strenger erneuerbarer Quoten setzt die Regierung nun auf Grüngas-Vorgaben – doch wie sich dies mit den deutschen Klimazielen bis 2045 vereinen lässt, bleibt umstritten.
Die überarbeitete Fassung würde Öl- und Gasheizungen wieder erlauben und markiert damit einen deutlichen Bruch mit der ursprünglichen Linie. Hybridmodelle und Sonderregelungen für bestimmte Gruppen sollen die finanzielle Belastung der Haushalte verringern. Unklar bleibt jedoch, welche langfristigen Folgen die neuen Bestimmungen für die deutschen Klimaschutzziele haben werden, während die Details der Reform noch ausgearbeitet werden.
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