03 March 2026, 13:42

Heizungsgesetz reformiert: 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energie stark gelockert

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Bundesregierung einigt sich auf Reform des Heizungsgesetzes - Heizungsgesetz reformiert: 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energie stark gelockert

Nach monatelangen Verhandlungen hat sich die deutsche Ampelkoalition endlich auf weitreichende Änderungen des Heizungsgesetzes geeinigt. Die unionsgeführte Mitte-rechts-Opposition und die sozialdemokratische SPD legten ihre langjährigen Streitigkeiten über zentrale Punkte bei – darunter die umstrittene 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien. Der Durchbruch markiert eine deutliche Abkehr von den strengeren Vorgaben der Vorgängerregierung.

Das ursprüngliche Heizungsgesetz von 2024, das unter der Ampelkoalition verabschiedet worden war, schrieb vor, dass alle neu installierten Heizsysteme sofort mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen mussten. Die reformierte Fassung, die nun von Union und SPD mitgetragen wird, streicht diese Vorgabe für Neuanlagen. Stattdessen führt sie eine schrittweise Quote für klimafreundliche Brennstoffe ein: Ab 2028 beginnt diese bei einem Prozent und steigt bis 2029 auf zehn Prozent für Gas- und Ölheizungen an.

Die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien gilt künftig nur noch beim Austausch irreparabel defekter Heizungen – und auch erst dann, wenn die kommunale Wärmeplanung vorliegt. Die Verhandlungen waren monatelang ins Stocken geraten, insbesondere an Paragraf 71 des Gesetzes, der zum Hauptstreitpunkt zwischen den beiden Lagern wurde. Beide Seiten hatten zwar im Koalitionsvertrag eine grundlegende Reform der Heizungsvorschriften vereinbart, doch Uneinigkeiten verzögerten die Umsetzung bis jetzt.

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Die Novelle schafft die sofortige 65-Prozent-Vorgabe für neue Heizsysteme ab und ersetzt sie durch einen stufenweisen Ansatz. Wann strengere Regeln für den Austausch kaputter Heizungen greifen, hängt künftig von der lokalen Wärmeplanung ab. Die Änderungen spiegeln einen Kompromiss wider: zwischen der von der Union geforderten Flexibilität und den Klimazielen der SPD.