Helgoland meistert simulierten Inselstromausfall in Großübung
Dörthe ScheuermannHelgoland: Blackout-Probe durchgeführt - Helgoland meistert simulierten Inselstromausfall in Großübung
Helgoland testet Notfallplan: Erfolgreiche Großübung bei Inselstromausfall
Auf Helgoland wurde kürzlich eine großangelegte Notfallübung durchgeführt, um die Reaktion auf einen plötzlichen Inselstromausfall zu testen. Dabei wurde die einzige Unterseekabelverbindung der Insel zum Festlandnetz simuliert durchtrennt. Behördenvertreter bewerteten die Übung als Erfolg und betonten, sie habe die Insel besser auf reale Krisensituationen vorbereitet.
Die Übung fand in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 2026 zwischen 23:00 und 4:00 Uhr statt. In diesem Zeitraum wurde die einzige Stromleitung der Insel gezielt gekappt, um einen abrupten Kabeldefekt nachzuahmen. Kay Martens, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Helgoland GmbH, bestätigte, dass das Szenario darauf ausgelegt war, die Backup-Systeme der Insel an ihre Grenzen zu bringen.
Seit 2009 bezieht Helgoland seinen Strom über das Unterseekabel, das die alten Dieselgeneratoren ablöste. Mittlerweile sind jedoch modernere, leistungsfähigere Dieselaggregate als Notreserve installiert worden. Der Test zeigte, dass das Team im Ernstfall die Stromversorgung innerhalb weniger Minuten wiederherstellen und über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten kann. Der Zeitpunkt außerhalb der Hauptsaison wurde mit Bedacht gewählt: Da weniger Touristen auf der Insel waren, blieb die Störung für die Bevölkerung gering, während die Einsatzkräfte dennoch unter realistischen Bedingungen arbeiten konnten.
Die Übung belegte, dass Helgolands Reservegeneratoren einen plötzlichen Inselstromausfall bewältigen können. Das lokale Versorgungsunternehmen verfügt nun über gesicherte Daten, wie schnell und effektiv es in einer Krise reagieren kann. Diese Vorbereitungen stärken die Widerstandsfähigkeit der Insel für künftige Notfälle.