Henkel kämpft mit steigenden Ölpreisen und erhöht die Produktpreise
Hubertus CasparHenkel kämpft mit steigenden Ölpreisen und erhöht die Produktpreise
Der globale Konsumgüterkonzern Henkel, bekannt für Marken wie Persil und Schwarzkopf, kämpft mit steigenden Kosten durch höhere Ölpreise. Das Unternehmen, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt und im vergangenen Jahr einen Umsatz von 20,5 Milliarden Euro erzielte, sieht sich mit wachsenden Belastungen durch teurere Rohstoffe und Logistik konfrontiert.
Die Krise trifft Henkel vor allem indirekt: Die stark gestiegenen Ölpreise treiben die Kosten entlang der gesamten Lieferkette in die Höhe. Zulieferer und Logistikpartner geben diese Mehrkosten an das Unternehmen weiter. Als Reaktion erhöht Henkel die Preise, betont jedoch gleichzeitig den Nutzen seiner Produkte, um die Erhöhungen zu rechtfertigen.
Unternehmenschef Carsten Knobel warnt davor, notwendige Preisanpassungen hinauszuzögern, und pocht auf schnelles Handeln. Trotz der Herausforderungen zeigt sich der Konzern optimistisch, dass die Krise nicht das gesamte Jahr anhalten wird. Marken wie Persil und Schwarzkopf profitieren weiterhin von einer hohen Kundenbindung – selbst bei steigenden Preisen.
Henkel ist in 75 Ländern aktiv, wobei weniger als 20 Prozent der 47.200 Beschäftigten in Deutschland arbeiten. Zu den jüngsten Expansionen zählt die Übernahme der US-Haarpflegemarke Not Your Mother's im Jahr 2025. Bisher wurden jedoch keine konkreten Änderungen bei Stellen, Gehältern oder Betriebsabläufen für Mitarbeiter in den wichtigsten Absatzmärkten Europas, Nordamerikas und Asiens angekündigt.
Um die höheren Kosten zu bewältigen, setzt Henkel auf Preisanpassungen und die Treue seiner Kunden zu den Marken. Die globale Belegschaft bleibt stabil, und es gibt vorerst keine unmittelbaren Auswirkungen auf Arbeitsplätze oder Betriebsabläufe in den großen Märkten. Der Fokus liegt derzeit darauf, die Ausgaben im Griff zu behalten und gleichzeitig das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten.






