Hessen bleibt beim Mobilfunk bundesweites Schlusslicht – warum die Wälder schuld sind

Siegrid Röhricht
Siegrid Röhricht
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Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Ampeln, Fenstern, einigen Fußgängern, Autos und Himmel.Siegrid Röhricht

Warum es in Hessen immer noch viele mobile tote Zonen gibt - Hessen bleibt beim Mobilfunk bundesweites Schlusslicht – warum die Wälder schuld sind

Hessen kämpft mit einer der schwächsten Mobilfunkabdeckungen Deutschlands

Fast 90 Prozent der sogenannten "weißen Flecken" – Gebiete ohne 4G-Empfang – liegen in bewaldeten Regionen des Bundeslandes. Die dichten Wälder und strengen Umweltschutzauflagen erschweren den Ausbau der Netze erheblich.

Besonders problematisch ist die Situation in Nationalparks wie dem Kellerwald, wo strenge Naturschutzbestimmungen den Infrastrukturausbau einschränken. Betroffen sind auch die Rheingau-Gebirge, der südhessische Odenwald, der Büdinger Wald und die Stölzinger Berge. Hohe Lagen, tiefe Täler und dichter Baumbestand blockieren die Signale und hinterlassen große Versorgungslücken.

In den städtischen Ballungsräumen sieht die Lage deutlich besser aus. Die Rhein-Main-Region mit Städten wie Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach und Darmstadt verfügt über eine stabile Mobilfunkabdeckung. Doch schon außerhalb dieser Gebiete verschlechtert sich die Situation rapide. Da über 40 Prozent der Fläche Hessens bewaldet sind, gestaltet sich der Netzausbau als zäh und kompliziert.

Die Landesregierung hat Gegenmaßnahmen eingeleitet. Im Rahmen des Programms "Breitband und Mobilfunk für Hessens Fläche" werden Fördergelder für neue Mobilfunkmasten und Aufrüstungen in ländlichen Gebieten bereitgestellt. Telekommunikationsunternehmen beteiligen sich an Projekten, doch detaillierte Fortschrittsberichte für den Zeitraum 2021–2026 sind in öffentlichen Unterlagen nur begrenzt einsehbar. Trotz dieser Bemühungen liegt Hessen bundesweit weiterhin auf einem der letzten Plätze bei der Mobilfunkversorgung.

Die Lücken im hessischen Mobilfunknetz bestehen fort – vor allem in den ausgedehnten Waldgebieten. Zwar sollen landesfinanzierte Programme die Abdeckung verbessern, doch die Kombination aus natürlichen Hindernissen und strengen Schutzvorgaben bremst den Fortschritt weiterhin aus. Vorerst bleiben die ländlichen Regionen am stärksten von unzuverlässigen Verbindungen betroffen.

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