18 January 2026, 05:00

Hessen und Thüringen verweigern neue Finanzabkommen mit der Bundesregierung

Ein aufgeschlagenes Buch mit handgeschriebener Schrift, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland, mit Wasserzeichen am unteren Rand.

Rhein wird nicht mehr über Pakte mit der Bundesregierung verhandeln - Hessen und Thüringen verweigern neue Finanzabkommen mit der Bundesregierung

Zwei deutsche Bundesländer weigern sich, neue Finanzierungsvereinbarungen mit der Bundesregierung abzuschließen. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und der CDU-Landesvorsitzende in Thüringen, Mario Voigt, lehnten weitere Abkommen ab. Ihre Entscheidungen unterstreichen die wachsenden Spannungen zwischen den Ländern und Berlin in der Frage der finanziellen Verantwortung.

Boris Rhein kündigte an, Hessen werde keine zusätzlichen Fördermittel mehr annehmen. Er begründete dies damit, dass sich das Land die langfristigen Kosten nicht leisten könne, die nach kurzfristigen Bundesprojekten zurückblieben. Als Beispiel nannte er den "Rechtsstaats-Pakt", bei dem Berlin zwar Anfangshilfen gewährt habe, die Länder aber die laufenden Ausgaben tragen müssten.

In Thüringen bezog Ministerpräsident Mario Voigt eine ähnliche Position. Er verweigerte die Unterzeichnung neuer Abkommen und verwies auf die Initiative "100 Tage Zukunft", bei der Bundesmittel künftige finanzielle Belastungen für die Länder geschaffen hätten. Beide Politiker kritisierten, dass die Bundesregierung kurzfristige Unterstützung gewähre, die dauerhaften Kosten aber auf die Haushalte der Länder abwälze.

Die Ablehnung durch Hessen und Thüringen markiert einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Zusammenarbeit. Ohne neue Abkommen werden beide Länder künftige Projekte aus eigenen Mitteln finanzieren müssen. Die Bundesregierung steht nun unter Druck, die Kritik an der Verteilung der Finanzierungslasten zu adressieren.