Hessens Beamte fordern 7 Prozent mehr Lohn – Tarifstreit vor dem Showdown
Siegrid RöhrichtLohnverhandlungen - Minister warnt vor überzogenen Forderungen - Hessens Beamte fordern 7 Prozent mehr Lohn – Tarifstreit vor dem Showdown
Gewerkschaften im öffentlichen Dienst Hessens fordern 7 Prozent mehr Lohn
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in Hessen pochen auf eine Lohnsteigerung von 7 Prozent für Beschäftigte – darunter auch Polizistinnen und Polizisten. Die Forderung kommt kurz vor Beginn der Tarifverhandlungen am kommenden Freitag in Wiesbaden. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) bezeichnete die Vorstellung bereits als "überzogen" und verwies auf die angespannte Haushaltslage des Landes.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) widersprach Posecks Aussage, die Inflationssorgen seien ausreichend berücksichtigt worden. Sie verwies auf die steigende Belastung der Beamtinnen und Beamten, verschärfte Nachwuchsprobleme und eine wachsende Zahl von Austritten aus dem Dienst. Zudem fordern die Gewerkschaften für Auszubildende 200 Euro mehr im Monat sowie für alle Mitglieder einen zusätzlichen Urlaubstag pro Jahr.
Vor dem Verhandlungsauftakt am Freitag ist eine Kundgebung vor dem Innenministerium geplant. Weitere nicht öffentliche Gesprächsrunden sind für den 9. und 10. März sowie den 26. und 27. März des kommenden Jahres angesetzt.
Zusätzlich verlangen die Gewerkschaften ein Weihnachtsgeld in Höhe eines vollen Monatsgehalts. Poseck betonte jedoch, man müsse angesichts der finanziellen Spielräume Hessens eine "nachhaltige Lösung" finden. Aktuelle Daten, die die Lebenshaltungskosten im Land mit anderen Regionen vergleichen, liegen seit der letzten Tariferhöhung im öffentlichen Dienst nicht vor.
Im Mittelpunkt des Lohnstreits stehen die geforderten 7 Prozent mehr Gehalt, bessere Zulagen und zusätzliche Urlaubstage. Mit Beginn der Verhandlungen in dieser Woche liegen beide Seiten noch weit auseinander. Das Ergebnis wird Tausende Beschäftigte im hessischen öffentlichen Dienst betreffen.






