29 April 2026, 10:58

Hessens Polizei schlägt gegen illegale Raser und Tuner zu – mit harten Konsequenzen

Weißes Polizeiauto vor einer vielbefahrenen Straße mit mehreren Fahrzeugen, Gras und Bäumen auf beiden Seiten, aufgenommen außerhalb der Stadt.

Hessens Polizei schlägt gegen illegale Raser und Tuner zu – mit harten Konsequenzen

Polizei in Hessen geht gegen gefährliches und illegales Fahren vor

Am Wochenende führte die Polizei in Hessen eine Großkontrolle gegen rücksichtsloses und rechtswidriges Verhalten im Straßenverkehr durch. Die spezielle Einheit "TRuP" (Technische Überwachung und Repression im Straßenverkehr) setzte in Hanau, Ronneburg und Offenbach gezielte Maßnahmen durch. Die Verstöße reichten von extremer Raserei bis zu öffentlicher Belästigung – mehrere Fahrzeuge wurden beschlagnahmt, Bußgelder verhängt.

Einer der dreistesten Vorfälle ereignete sich am Sonntag in Hanau, als zwei Autos eine rote Ampel missachteten. Ein VW Polo und ein Audi A6 fuhren trotz Rotlicht weiter – für beide Fahrer gab es sofortige Konsequenzen.

Die Aktion begann in Hanau, wo ein 50-jähriger VW-Polo-Fahrer eine rote Ampel überfuhr, als diese bereits weniger als eine Sekunde lang rot zeigte. Der Verstoß kostete ihn ein Bußgeld von 90 Euro. Der nachfolgende Audi A6 ignorierte ebenfalls die rote Ampel – hier fielen 200 Euro Strafe sowie ein einmonatiges Fahrverbot an.

In derselben Gegend wurde ein 29-jähriger Ford-Focus-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit kontrolliert – ohne Führerschein und unter Cannabiseinfluss. Die Polizei stellte zudem fest, dass gegen ihn Haftbefehle vorlagen und er unbezahlte Geldstrafen in Höhe von über 2.100 Euro hatte. Nun muss sich auch der Halter des Wagens verantworten, der dem Mann trotz fehlender Fahrerlaubnis das Auto überlassen hatte.

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In Ronneburg wurde ein 18-jähriger VW-Käfer-Fahrer mit extrem lauter Auspuffanlage gestoppt – sein Fahrzeug wurde sofort beschlagnahmt. Ihm droht ein Mindestbußgeld von 100 Euro. In Offenbach zog die Polizei einen Opel Astra OPC mit illegal nachgerüstetem, ohrenbetäubend lautem Auspuff aus dem Verkehr – es war bereits das zweite Mal, dass das Auto aus diesem Grund beschlagnahmt wurde.

Der schwerwiegendste Fall von Raserei ereignete sich auf der Bundesstraße 448: Ein 24-jähriger BMW-M4-Competition-Fahrer wurde mit 205 km/h gemessen. Ihm drohen nun mindestens 600 Euro Strafe sowie ein zweimonatiges Fahrverbot.

Neben Verkehrsverstößen wurde in Hanau eine Gruppe von sechs Personen vom Gelände am Kinzigbogen verwiesen. Sie hatten unter anderem auf ein geparktes Auto uriniert und durch weiteres Fehlverhalten aufgefallen.

Die Einsätze der "TRuP"-Einheit führten zu zahlreichen Bußgeldern, Fahrverboten und Fahrzeugbeschlagnahmungen. Die Aktion richtete sich gezielt gegen Tuner, Rennfahrer und rücksichtslose Autofahrer – als Reaktion auf Beschwerden aus der Bevölkerung. Die Behörden kündigten an, auch künftig mit harter Hand gegen gefährliches und störendes Verhalten auf den Straßen vorzugehen.

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