21 March 2026, 16:54

Hessische Beamte erhöhen Druck auf Landesregierung für faire Löhne und Arbeitsrechte

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund, mit Text: "Was unser freier Handel bedeutet - britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

DGB: Rund 1.500 Teilnehmer bei der Aktionsaktion der Beamten - Hessische Beamte erhöhen Druck auf Landesregierung für faire Löhne und Arbeitsrechte

Beamte in Hessen erhöhen Druck auf Landesregierung wegen Löhne und Arbeitsbedingungen

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Rund 1.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sind in Frankfurt auf die Straße gegangen, um für faire Bezahlung und bessere Arbeitsrechte zu demonstrieren. Die Proteste fallen in eine Phase, in der die Gewerkschaften sich auf eine dritte Verhandlungsrunde Ende dieses Monats vorbereiten.

Im Mittelpunkt des Streits steht ein Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel aus dem Jahr 2021. Die Richter hatten damals festgestellt, dass die Besoldung der hessischen Beamten teilweise zu niedrig sei und gegen das Grundgesetz verstoße. Seither haben andere Bundesländer wie Rheinland-Pfalz die Gehälter angepasst – etwa bei den Polizeizulagen –, Hessen jedoch noch nicht nachgezogen.

Die Gewerkschaften fordern nun eine Lohnerhöhung von 7 Prozent für die rund 58.000 Landesbediensteten, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Zudem bestehen sie darauf, dass jede Lohnvereinbarung für Angestellte gleichzeitig und gleichberechtigt auch für Beamte gelten muss. Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, warnte, der Freistaat müsse "unverzüglich" bei Löhnen und Arbeitsbedingungen handeln.

An der Kundgebung in Frankfurt beteiligten sich etwa 1.000 Menschen, weitere 500 unterstützten eine Fotoaktion des DGB Nordhessen. Die Verhandlungen werden am 26. und 27. März fortgesetzt – die Gewerkschaften pochen auf die Einhaltung verfassungsrechtlicher Standards.

Die Proteste spiegeln die wachsende Unzufriedenheit der hessischen Beamten über die stockenden Tarifverhandlungen wider. Mit Blick auf die anstehenden Gespräche fordern die Gewerkschaften konkrete Änderungen, um die Gehälter endlich an die gesetzlichen Vorgaben anzupassen. Das Ergebnis könnte Tausende Landesbedienstete in der Region betreffen.

Quelle