Historischer Tarifkompromiss: Ost-Bauarbeiter erhalten 5,3 Prozent mehr Lohn
Siegrid RöhrichtHistorischer Tarifkompromiss: Ost-Bauarbeiter erhalten 5,3 Prozent mehr Lohn
Bauarbeiter in Ostdeutschland erhalten ab April 2026 eine Lohnerhöhung von 5,3 Prozent – ein stärkerer Anstieg als die 3,9 Prozent, die ihre Kollegen in Westdeutschland erhalten. Damit rückt die Schließung der seit langem bestehenden Lohnkluft zwischen den beiden Regionen ein großes Stück näher.
Die neue Tarifeinigung geht auf Verhandlungen unter Führung der Gewerkschaft IG BAU zurück. Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft, bezeichnete den Kompromiss als "historischen Meilenstein". Erstmals gelte nun das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" uneingeschränkt – und beende damit jahrzehntelange ungerechte Lohnstrukturen.
In der Baubranche sind bundesweit rund 920.000 Beschäftigte tätig, davon über 600.000 im Westen und knapp 320.000 im Osten. Wie viele genau von der 5,3-prozentigen Erhöhung profitieren, ist jedoch nicht bekannt. Der aktuelle Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2027.
Ziel der Lohnerhöhung ist es, die regionalen Einkommensunterschiede im deutschen Baugewerbe zu verringern. Ostdeutsche Arbeitnehmer erhalten künftig prozentual höhere Zuwächse als ihre westdeutschen Kollegen. Die Vereinbarung steht für einen breiten gesellschaftlichen Trend hin zu faireren Löhnen in ganz Deutschland.






