Hofbrauhaus Wolters meldet Insolvenz in Eigenverwaltung an – was jetzt passiert
Oliver LinkeHofbrauhaus Wolters meldet Insolvenz in Eigenverwaltung an – was jetzt passiert
Brauhaus Wolters GmbH beantragt Eigenverwaltung beim Amtsgericht Braunschweig
Die Hofbrauhaus Wolters GmbH hat beim Amtsgericht Braunschweig ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingereicht. Der Schritt folgt auf anhaltend schwache Umsätze und stark gestiegene Kosten. Das Unternehmen plant, seine Geschäftsabläufe umzustrukturieren und das Geschäftsmodell neu auszurichten.
Der Bierabsatz in Deutschland ging 2025 erneut um sechs Prozent zurück, was die finanzielle Lage von Wolters zusätzlich belastete. Am Freitag trat die Brauerei offiziell in das Insolvenzverfahren ein, versprach jedoch, den Geschäftsbetrieb in vollem Umfang aufrechtzuerhalten.
Als vorläufiger Sachwalter wurde Torsten Gutmann, ein Anwalt der Kanzlei PLUTA Rechtsanwalts GmbH, bestellt. Der Wirtschaftsprüfer Hendrik Mysegades bestätigte, dass das Ziel eine strategische Restrukturierung sei, um das Unternehmen am Laufen zu halten. Der Anwalt Kimon Kantis betonte, dass die Eigenverwaltung Wolters die Möglichkeit gebe, die Branchenherausforderungen nachhaltig anzugehen.
Im Rahmen der Umstrukturierung wird sich das Unternehmen wieder stärker auf den regionalen Markt konzentrieren. Zudem plant Wolters, sein Sortiment an alkoholfreien Getränken deutlich auszubauen. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter bleiben während des gesamten Prozesses gesichert.
Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wird Wolters den Betrieb fortsetzen. Langfristig strebt das Unternehmen den Wandel vom traditionellen Braubetrieb zu einem innovativen Getränkehersteller an. Die Neuausrichtung markiert damit eine bedeutende Weichenstellung für die Zukunft des Unternehmens.






