Hollywood-Deal: Department M will Neon übernehmen und Independent-Filmszene revolutionieren

Siegrid Röhricht
Siegrid Röhricht
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Das Hollywood Theatre in Hollywood, Kalifornien, ein großes Gebäude mit Palmen an der Seite, umgeben von Straßenmasten, Straßenlaternen, Kraftfahrzeugen auf der Straße, Fußgängern auf dem Gehweg, Büschen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.Siegrid Röhricht

Hollywood-Deal: Department M will Neon übernehmen und Independent-Filmszene revolutionieren

Ein großer Deal in Hollywood könnte die Independent-Filmszene bald grundlegend verßandern. Department M, geführt von Mike Larocca und Michael Schaefer, steht kurz vor dem Abschluss fortgeschrittener Verhandlungen, um einen großteil an Neon zu übernehmen – jenem Verleih, der preisgekrönte Filme wie Anora auf den Markt brachte. Sollte die Vereinbarung unterzeichnet werden, entstände ein mächtiges neues Mini-Studio mit starker finanzieller Rückendeckung und einer bewährten Erfolgsbilanz.

Die mögliche Partnerschaft sorgt bereits auf der Berlinale – genauer beim European Film Market – für Aufsehen, wo Branchenkenner sie als äußerst lukrativ bezeichnen.

Neon hat sich als zentraler Akteur im Independent-Kino etabliert. Zu den jüngsten Erfolgen des Unternehmens zählen sowohl Kassenschlager als auch Kritikerlieblinge, allen voran Anora, der die Goldene Palme gewann und später als Bester Film mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Doch der Verleih durchlebte auch interne Umbrüche: Die Führungskräfte Christian Parkes, Jason Wald und Spencer Collantes verließen Neon, um zu Warner Bros. zu wechseln und dort ein neues Independent-Label aufzubauen.

Das Interesse von Department M an Neon kommt nicht überraschend. Die Qatar Film Commission, die bereits mit beiden Unternehmen kooperiert, könnte die Gespräche erleichtert haben. Neons Chef, Tom Quinn, hat offen erklärt, das Unternehmen stehe "komplett zum Verkauf" – und habe bereits konkrete Angebote mehrerer Interessenten erhalten.

Ein Abschluss des Deals würde jedoch keine vollständige Übernahme bedeuten. Aktuelle Partner, darunter der Hauptinvestor 30West – im Besitz des Milliardärs Dan Friedkin –, dürften weiterhin Anteile halten. Die Nachricht wurde erstmals von Variety veröffentlicht und als potenzieller Wendepunkt für die Branchenlandschaft gewertet.

Die geplante Vereinbarung würde Neons preisgekrönten Erfolgsgeschichte mit der finanziellen Stärke von Department M verbinden. Zwar sind die genauen Konditionen noch unklar, doch der Schritt könnte das neue Unternehmen zur dominierenden Kraft in der Independent-Filmverleitung machen. Zudem könnte sich die künftige Rolle von 30West in Neons Geschäftsführung dadurch verändern.

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