07 March 2026, 14:30

Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg wird 101 – ein Leben gegen das Vergessen

Ein Steinplatten auf einer Wand mit eingravierten Text, umgeben von Pflanzen unten, wahrscheinlich ein Denkmal für Holocaust-Opfer.

Glückwunsch zum 101. Geburtstag von Albrecht Weinberg - Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg wird 101 – ein Leben gegen das Vergessen

Der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg hat seinen 101. Geburtstag erreicht. Als anerkannter Überlebender der nationalsozialistischen Verfolgung durchlitt er während des Zweiten Weltkriegs drei Konzentrationslager. Sein Leben widmete er seitdem der Aufklärung über die Schrecken des Holocaust und dem Kampf gegen rechtsextreme Strömungen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Weinberg war in Auschwitz, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen inhaftiert. Fast seine gesamte jüdische Familie wurde von den Nationalsozialisten ermordet. Nach seiner Befreiung verbrachte er Jahrzehnte damit, seine Geschichte – insbesondere jungen Menschen – zu erzählen.

2012 kehrte er in seine ostfriesische Heimat zurück. Seitdem besuchte er über 1.100 Schulen und Bildungseinrichtungen in ganz Niedersachsen. Mit seinen Vorträgen will er die Erinnerung an den Holocaust wachhalten und vor den Gefahren von Hass und Extremismus warnen.

Im vergangenen Jahr machte Weinberg Schlagzeilen, als er sein Bundesverdienstkreuz an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zurückgab. Der Protest richtete sich gegen den wachsenden Einfluss rechtsextremer Bewegungen in Deutschland. Der niedersächsische Ministerpräsident würdigte später die Bedeutung seines Engagements als unverzichtbar für Demokratie und historische Erinnerungskultur.

Anlässlich seines 101. Geburtstags übermittelte ihm die Regierung Niedersachsens ein Glückwunschschreiben. Darin wurde sein lebenslanges Engagement gegen Antisemitismus und für die Bildung künftiger Generationen gewürdigt.

Weinbergs Geschichte bleibt eine eindringliche Mahnung an Widerstandsfähigkeit und die Notwendigkeit, sich Hass entgegenzustellen. Durch seine Schulbesuche und öffentlichen Reden hat er Tausende erreicht und dafür gesorgt, dass die Lehren der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten. Selbst mit 101 Jahren prägen seine Bemühungen weiterhin die Debatten über Demokratie und Menschenrechte in Deutschland.

Quelle