Holzeinschlag in Hessens Staatsforsten steigt 2025 nach Lockerung des Rodungsverbots
Oliver LinkeMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Holzeinschlag in Hessens Staatsforsten steigt 2025 nach Lockerung des Rodungsverbots
Holzeinschlag in Hessens Staatsforsten stieg 2025 leicht an
Im Jahr 2025 verzeichnete der Holzeinschlag in den hessischen Staatswäldern einen leichten Anstieg auf rund 1,49 Millionen Kubikmeter gefälltes Holz. Der Zuwachs folgte auf die Aufhebung eines Rodungsverbots für bestimmte Buchenbestände, das ursprünglich 2020 eingeführt worden war, um eine klimagerechte Waldbewirtschaftung zu fördern.
Das Fällverbot sollte Buchen schützen, während neue Strategien entwickelt wurden. Nach der Lockerung der Beschränkungen im Jahr 2024 stieg der Einschlag von Laubholz 2025 um etwa ein Viertel. Gleichzeitig ging die Nutzung von Nadelholz im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent zurück.
Winterwetter führte in einigen Gebieten zu Verzögerungen, da schwerer Schnee und Eis den Zugang zu den Wäldern erschwerten. Dennoch nahm der Holzeinschlag gegen Ende 2025 und Anfang 2026 wieder Fahrt auf – in diesem Zeitraum wurden etwa 725.000 Kubikmeter Holz geschlagen.
HessenForst setzt auf klimaresistente Wälder Aktuell arbeitet HessenForst daran, die Wälder widerstandsfähiger zu machen, indem überdichte Bestände ausgelichtet und geschädigte Bäume entfernt werden. In buchenreichen Gebieten werden gezielt Bäume gefällt, um mehr Licht auf trockenheitsresistente Arten wie Eiche und Ahorn fallen zu lassen. Ziel ist der Aufbau stabiler Mischwälder, die künftigen Klimabelastungen besser standhalten.
Die langfristigen Folgen früherer Hitzewellen und Dürren zeigen sich erst jetzt. Schäden werden oft erst Jahre später sichtbar, sodass das volle Ausmaß der Auswirkungen auf Hessens Wälder noch nicht absehbar ist. Ein verlässlicher Vergleich der Buchenbestände zwischen 2020 und 2026 steht zudem noch aus, da vollständige Waldinventuren mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Veränderte Einschlagmuster nach Aufhebung des Rodungsverbots Die Aufhebung des Fällverbots hat zu einer spürbaren Verschiebung der Einschlagmuster geführt – der Anteil an Laubholz ist gestiegen. HessenForsts laufende Maßnahmen zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Wälder zu stärken, doch die vollen Ergebnisse dieser Bemühungen werden erst mit der Zeit messbar sein. Derzeit liegt der Fokus darauf, Bewirtschaftungsmethoden an die künftigen Klimaherausforderungen anzupassen.






