Ilyas Ansah kämpft nach rassistischen Angriffen für Konsequenzen im Fußball
Oliver LinkeUnion's Ansah: Kompany's Anti-Rassismus-Statement War Wichtig - Ilyas Ansah kämpft nach rassistischen Angriffen für Konsequenzen im Fußball
Union Berlins Stürmer Ilyas Ansah positioniert sich gegen Rassismus im Fussball – nach eigenen Erfahrungen mit Beleidigungen
Ilyas Ansah, Angreifer von Union Berlin, hat sich nach persönlichen Erfahrungen mit rassistischen Angriffen deutlich gegen Rassismus im Fussball ausgesprochen. Dabei lobte er Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany für dessen klare Haltung in dieser Frage. Ansah betont, dass Rassismus offen angegangen werden müsse und Täter Konsequenzen tragen müssten.
Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die UEFA nach einem viel beachteten Vorfall in der Champions League aktiv wird. Beim Spiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid am 17. Februar 2026 war Gianluca Prestianni beschuldigt worden, Vinícius Júnior rassistisch beleidigt zu haben. Die UEFA reagierte mit der Einsetzung eines Ethik- und Disziplinarinspektors und verhängte vorläufig ein Spiel Sperre gegen Prestianni für den nächsten UEFA-Wettbewerb – gestützt auf Artikel 14 der Disziplinarordnung. Zudem wurde das Antirassismus-Protokoll aktiviert, was zu einer Spielunterbrechung von 10 bis 11 Minuten führte.
Vincent Kompany hatte zuvor die Reaktion von José Mourinho auf denselben Vorfall kritisiert und mehr Führungsstärke gefordert. Ansah schloss sich dieser Kritik an und erklärte, Rassismus dürfe nicht ignoriert oder 'unter den Teppich gekehrt' werden. Er forderte entschlossenes Handeln und klare Verantwortung für alle, die sich rassistisch verhalten.
Obwohl die UEFA ihre Entschlossenheit im Kampf gegen Rassismus betont, weisen Kritiker darauf hin, dass bisherige Reaktionen oft bei Stellungnahmen blieben, statt konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Die vorläufige Sperre gegen Prestianni bleibt bis zum Abschluss der Ermittlungen bestehen.
Ansahs Forderung nach Konsequenzen deckt sich mit den jüngsten Schritten der UEFA, Rassismus im europäischen Fussball zu bekämpfen. Die vorläufige Sperre gegen Prestianni zählt zu den sichtbareren Maßnahmen des Verbandes. Das Ergebnis der vollständigen Untersuchung wird zeigen, ob weitere Sanktionen folgen.






