24 March 2026, 22:38

Infineon kämpft mit schwacher Chips-Nachfrage in China trotz Umsatzplus

Liniengraph, der die monatliche Nettoerzeugung in allen Sektoren zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Infineon kämpft mit schwacher Chips-Nachfrage in China trotz Umsatzplus

Infineon Technologies verzeichnet einen durchwachsenen Start ins Jahr 2026 – die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt derzeit bei rund 50 Milliarden Euro. Zwar meldete der Chiphersteller im ersten Quartal ein Umsatzplus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, doch die anhaltenden Schwächen im chinesischen Automobilsektor und der wachsende lokale Wettbewerb belasten die Geschäftsentwicklung. Die jüngsten Kursbewegungen spiegeln sowohl Zurückhaltung als auch selektives Investorenvertrauen in entscheidenden Preiszonen wider.

Die Aktie des Halbleiterkonzerns zeigte sich zu Beginn des Jahres widerstandsfähig: Nach einem kurzen Rücksetzer unter eine Aufwärtstrendlinie trieb Kaufinteresse den Kurs schnell wieder in den Unterstützungsbereich zwischen 35,80 und 37,50 Euro. Analysten warnen jedoch, dass ein Fall unter diese Zone – kombiniert mit dem nächsten kritischen Unterstützungsniveau bei 31,30 bis 33 Euro – weitere Verkaufswellen auslösen könnte.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz auf 3,66 Milliarden Euro (plus 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Dennoch bleibt die Nachfrage nach Automobil-Chips in China schwach: Die Verkäufe brachen im Januar um 19 Prozent ein. Gleichzeitig haben einheimische Konkurrenten Marktanteile gewonnen – ihr Anteil an Leistungshalbleitern für Autos kletterte von 1,8 Prozent im Jahr 2020 auf 7,4 Prozent 2024. Trotz dieser Herausforderungen baute Infineon seine Position bei Mikrocontrollern aus: Der Marktanteil erhöhte sich von 21,4 Prozent (2024) auf 23,2 Prozent (2025).

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Das Unternehmen treibt seine Investitionen in KI-Infrastruktur und Energieversorgungs-Kapazitäten voran. Die Ausgaben für Sachanlagen wurden erhöht, mit Schwerpunkt auf der Erweiterung des Smart-Power-Werks in Dresden. Anfang März schloss Infineon zudem ein Aktienrückkaufprogramm über 178 Millionen Euro ab und erwarb dabei vier Millionen eigene Anteile.

Ausblick: Die nächste Widerstandsmarke für die Aktie liegt zwischen 46 und 48 Euro – ein erstes Kursziel nach oben. Die strategische Ausrichtung auf KI und Leistungselektronik könnte die weitere Entwicklung prägen.

Aktuell bewegt sich der Infineon-Kurs zwischen technischen Unterstützungsniveaus und übergeordneten Marktdruck. Die Zone von 31,30 bis 33 Euro bleibt eine entscheidende Schwelle, während Expansionspläne und Rückkaufaktivitäten das strategische Selbstvertrauen des Konzerns unterstreichen. In den kommenden Monaten dürften die Erholung des chinesischen Automarkts und die Wirkung der erhöhten Investitionen im Fokus der Anleger stehen.

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