Jahre des Stillstands: Warum die Hofübergabe von Gut Wulfsdorf an der Familie scheitert
Hubertus CasparJahre des Stillstands: Warum die Hofübergabe von Gut Wulfsdorf an der Familie scheitert
Übergabe von Gut Wulfsdorf: Jahre des Stillstands auf einem Demeter-Hof
Die Übergabe von Gut Wulfsdorf, einem nach Demeter-Richtlinien zertifizierten Betrieb in Deutschland, verzögert sich seit Jahren. Helene Lutz, 34, möchte den Hof gemeinsam mit ihrem Bruder und ihrem Partner übernehmen – doch ihr Vater tut sich schwer damit, die Verantwortung abzugeben. Nach vier Jahren festgefahrener Verhandlungen wandte sich die Familie schließlich an eine Mediatorin.
Gut Wulfsdorf wurde von Helenes Eltern aufgebaut, die den Betrieb zu einem erfolgreichen biodynamischen Hof entwickelten. Ihr erstes gemeinsames Projekt war ein Eisstand, an dem sie Milch von der eigenen Herde verkauften. Doch als die jüngere Generation Veränderungen vorantrieb, kam es zu Spannungen.
Die Kinder wünschten sich mehr Flexibilität und Zeit für das Familienleben – Prioritäten, die sich von der Arbeitsweise ihrer Eltern unterschieden. Zwar wurde ein Übergabetermin festgelegt, doch zentrale Fragen wie die rechtliche Struktur, die Finanzen und die Rollenverteilung blieben ungeklärt. Der tägliche Betriebsalltag und das Fehlen offener Gespräche ließen die Verhandlungen jahrelang ins Stocken geraten.
Da die Familie externe Unterstützung benötigte, engagierte sie eine Mediatorin, die auf Hofübergaben spezialisiert ist. Ihre Aufgabe bestand darin, die Gespräche zu moderieren und die emotionale Last des Loslassens zu erleichtern. Für den Vater erwies es sich als schwerer als gedacht, sich von seinem Lebenswerk zu trennen. Die jüngere Generation hingegen wollte vorankommen – mit einer Balance aus Tradition und neuen Ideen.
Die Mediation markiert einen Wendepunkt in der Übergabe von Gut Wulfsdorf. Mit strukturierten Gesprächen will die Familie die offenen Fragen klären und die Hofübergabe abschließen. Gelingt dies, geht der Betrieb in neue Hände über – ohne seine biodynamischen Wurzeln zu verlieren.
Alternative Paths: Non-Family Succession Gains Traction in German Agriculture
New reports highlight a growing trend in rural Germany as families explore non-familial succession for struggling farms. 'The Schröder family's centuries-old farm is now seeking external successors, not children,' says a recent analysis. Key developments include:
- Three Schröder siblings have opted out of taking over the business.
- Legal experts advise exploring options like 'Verpachtung' (rental) or 'Adoption mit Hofübergabe' (contractual handover).
- This contrasts with Gut Wulfsdorf's mediation approach, showing diverse solutions to succession crises.






